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Theologische Information
 


Theologische
Information

 

Die Taufe

Die kirchliche Trauung

Die kirchliche Bestattung


Friedenstaube


 

 

Die kirchlichen Amtshandlungen

Mit den kirchlichen Amtshandlungen (Kasualien) begleitet die Kirche ihre Mitglieder an wichtigen Punkten ihres Lebens.

Sie dienen
- Der Vergewisserung und Stärkung des Glaubens
- Der Ordnung kirchlichen Lebens

In der Vergangenheit haben sie auch das allgemeine bürgerliche Leben geordnet. Die Kirchen waren zuständig für die Beurkundung von Familienereignissen (Geburt, Hochzeit, Tod).

Religionsphänomenologisch sind die Amthandlungen Riten an Wende- und Krisenpunkten im Leben eines Menschen, an denen er besonders gefährdet scheint (Rîtes de passage) wie Geburt, Reife, Hochzeit, Tod. Dem entsprechen die kirchlichen Handlungen Taufe Konfirmation (Firmung), Trauung, Bestattung. Die kirchliche Amtshandlung hat die Form eines Gottesdienstes (Gebet, Predigt, Lied, Segen). Sie können im Rahmen des Gemeindegottesdienstes (Taufe, Konfirmation) oder einer besonderen Feier (Trauung, Bestattung) vorgenommen werden. Sie erfordert darum auch entsprechendes Verhalten der Teilnehmer (Ernsthaftigkeit; in der Regel Fotografierverbot).

Manche Amtshandlungen (Taufe, Konfirmation) begründen weitergehende kirchliche Rechte (Patenschaft, Wählrecht zu den Gremien). Voraussetzung für eine Amtshandlung ist die Zugehörigkeit zur Kirche.

Jedes Kirchenmitglied hat das Recht zur Inanspruchnahme einer Amtshandlung, sofern sie nicht kirchlichen Gesetzen widerspricht oder sie nicht ernsthaft gemeint ist.

Eine Amtshandlung ist rechtzeitig beim Pastor oder im Gemeindebüro anzumelden. In der Regel erfolgt vorher ein seelsorgerliches Gespräch, in dem auch der Ablauf besprochen wird. Zuständig ist die Gemeinde, in deren Bezirk das Gemeindeglied wohnt. Es können aber Pastoren anderer Gemeinden gebeten werden.

Die Amtshandlungen sind kostenfrei, sofern nicht besondere Wünsche geäußert werden (Musik, Schmuck der Kirche).

Über die meisten der Amtshandlungen wird eine Urkunde ausgestellt. Es erfolgt der Eintrag ins Kirchenbuch, manchmal die Veröffentlichung im Gemeindeblatt.

Kurt Dohm

 

Letzte Änderung: 9.02.04