Abschied nehmen
Sterben, Bestattung und Trauer
So oder ähnlich äußern Menschen in Gesprächen oft ihren Wunsch wie sie sterben möchten. Und auch ich habe manchmal diesen Wunsch, vor allem wenn ich daran denke, wie es wäre lange krank zu sein, unter Schmerzen oder Einsamkeit zu leiden. Außerdem bereitet es mir Unbehagen und Angst mich überhaupt mit dem eigenen Sterben und Tod zu beschäftigen.
Doch dann denke ich: Was wäre, wenn ich wüsste, dass ich morgen nicht mehr aufwachen würde? Von wem würde ich noch gerne Abschied nehmen? Was gäbe es unbedingt zu besprechen oder ins Reine zu bringen? Was hätte ich gerne noch getan oder erlebt? Wie sollte meine Bestattung aussehen? Was sollte mit meinem Nachlass geschehen? Und was geschähe mit mir nach diesem Leben?
Dieser Fragen rufen ins Bewusstsein, was zum Abschied nehmen dazugehört. Die wenigsten Menschen sterben plötzlich über Nacht. Für viele ist das Sterben mit Zeiten schwindender Lebenskraft, Krankheit oder Pflegebedürftigkeit verbunden. Und die Fortschritte moderner Medizin verlängern das Leben und Sterben. Längst nicht immer sterben Menschen friedlich im Bett, sondern werden durch Unfälle, Gewalt oder Suizid aus dem Leben gerissen.
Und so kann kein Fitnessprogramm, keine Schönheitsindustrie oder Intensivmedizin darüber hinweg täuschen, dass Altern, Sterben und Tod ein Teil des Lebens sind. Wir stehen irgendwann vor der Aufgabe einen Menschen loszulassen, Tod und Trennung zu akzeptieren. Und wir versuchen einen Sinn im Leiden, Sterben und Weiterleben zu finden.
Auf diesem Weg bieten diese Webseiten Hilfen an. Die Worte, Lieder und Bilder der Bibel und der kirchlichen Tradition haben Menschen in vielen Jahrhunderten getröstet. Mit ihnen finden Menschen einen Ausdruck für ihren Glauben und ihre Hoffungen im Angesicht des Todes zu leben. Und in der evangelischen Kirche finden Sterbende und Trauernde Beratung und Begleitung auf ihrem Weg: In Krankenhäusern und Pflegeheimen, zu Hause, in der Kirchengemeinde, bei der Bestattung und auf dem Friedhof.
Auf diesen Webseiten finden sie Gedanken, Informationen und Hilfen in den Situationen von Sterben, Bestattung und Trauer.
„Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen,
auf dass wir klug werden.“ (Psalm 90, 12)
(Rüdiger Kunstmann, Pastor)


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