Hilfe am Lebensende
Sterbende begleiten
Halten sie sich offen für unterschiedliche Erfahrungen und sprechen sie mit anderen darüber, die ihnen vielleicht helfen können.
Stellen sie sich sensibel auf den Rhythmus eines sterbenden Menschen ein. Achten sie auf seine Signale, wann er ihre Nähe oder Ruhe wünscht. Sie können je nach seinen Kräften bei einem Besuch Pausen zur Erholung einlegen, einen Besuchabkürzen oder dafür sorgen, dass er öfter kurz besucht wird. Sprechen sie Besuche mit anderen Angehörigen und Freunden ab, auch, um sich selbst zu entlasten. Sorgen sie nach ihren Möglichkeiten dafür, dass er von den Menschen besucht wird, die er noch einmal zu sehen wünscht.
Lassen sie einen sterbenden Menschen weiter am Leben teilhaben, wenn ihm das gut tut. Geben sie ihm Gelegenheiten, über das zu sprechen, was ihm wichtig ist. Erzählen sie ihm auch von den alltäglichen Dingen, lesen sie ihm Briefe vor oder zeigen sie ihm aktuelle Fotos oder Videos. So kann er ein Stück am Leben der Angehörigen und Freunde teilnehmen.
Sprechen sie in seiner Gegenwart mit anderen (Angehörigen, Ärzten, Pflegepersonal) immer m i t dem Sterbenden, nicht über ihn, selbst wenn er passiv oder teilnahmslos erscheint. Besprechen sie gemeinsam alle ärztlichen Maßnahmen der Behandlung, Pflege oder Schmerztherapie. Diagnosen und Prognosen wird ein Arzt je nach Situation eventuell nicht am Krankenbett und nur mit ihnen allein erörtern.
Wenn der Lebensweg zuende geht
Der Sterbende, die Sterbende wird sich bei langer Krankheit auf den Abschied vorbereiten, ebenso wie Angehörigen und Freunde. Die Umstände hierfür können sehr unterschiedlich sein, je nachdem ob ein Mensch im Krankenhaus liegt oder zuhause stirbt, ob er ansprechbar, verwirrt oder bewusstlos ist. Die Zeit kann knapp werden.Oder sie zieht sich quälend lange dahin.
Wie gehe ich auf die Bedürfnisse eines sterbenden Menschen ein? Das Sterben verläuft so unterschiedlich wie das Leben eines Menschen. Für manche ist es ein Kampf, sie wollen das Leben nicht loslassen. Andere können erstaunlich ruhig und versöhnt aus dem Leben treten. Manche sterben erst, wenn die Angehörigen sich noch einmal bei ihm versammelt haben, andere erst, wenn sie einige Zeit alleine sein können und die Angehörigen das Zimmer verlassen haben. Darum bleiben sie aufmerksam für die - sich möglicherweise auch ändernden - Bedürfnisse.
Versuchen sie herauszufinden, ob es für den Sterbenden / die Sterbende besser wäre, begleitet zu sein. Wem die Angst genommen wird, alleine sterben zu müssen, kann vielleicht entspannter auf das Sterben zugehen, selbst wenn er im Moment des Todes allein sein sollte.
Seelsorgerinnen und Seelsorger begleiten Sterbende und Angehörige. Die Seelsorgerinnen und Seelsorger machen sich mit Ihnen auf den Weg. Sie sind da, haben Zeit , hören zu und halten aus. Die Seelsorge macht spirituelle Angebote wie Gebet und Meditation, wenn Sie es wünschen. Seelsorge finden Sie in Ihrer Kirchengemeinde, im Krankenhaus, im Altenpflegeheim und in der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung.



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