Advent
Bräuche
Kerzen gelten seit dem Mittelalter als Zeichen der Hoffnung, weil sie die Dunkelheit mit einem warmen Licht erhellen und so den Weg in eine bessere Zukunft beleuchten.
Johann Hinrich Wichern, der Gründer der Inneren Mission im 19. Jahrhundert, nahm sich die Tradition der Chanukkahkerzen beim jüdischen Lichterfest zum Vorbild. Er entzündete in der Adventszeit Kerzen, wenn er Andachten und Singstunden mit Kindern und Jugendlichen im „Rauhen Haus“, einem Hamburger Waisenhaus, abhielt. An den Adventssonntagen wurde eine große Kerze entzündet, an den Wochentagen eine kleine, bis zum Heiligabend.
Verwendete er zunächst nur ein hölzernes Rad, so wurde der Kranz später mit Tannenzweigen umwickelt. Die immergrünen Zweige symbolisieren wie die Kerzen das unbesiegbare Leben. 1860 führte Wichern den Adventskranz im Waisenhaus Berlin-Tegel ein.
Seine Idee wurde in der vereinfachten bis heute bekannten Form populär. Wir kennen ihn nun als Adventskranz mit vier roten Kerzen und geschmückt z.B. mit Zweigen, glänzenden Kugeln, Äpfeln und Nüssen. Er kann leicht und phantasievoll selbst angefertigt und die Kerzen dazu gegossen werden.
Barbarazweige
... erinnern an die christliche Märtyrerin Barabara im 4. Jahrhundert. Sie wurde aufgrund ihres Glaubens verfolgt, starb unter der Folter und wurde am 4. 12. 306 beigesetzt. Einer Legende zufolge sollen auf ihrem Grab dann zu Weihnachten Kirschzweige ihre Blüten geöffnet haben.
Wenn man Anfang Dezember Zweige und Triebe in eine Vase stellt, öffnen sie um die Weihnachtszeit ihre Knospen. Neben Kirschzweigen eignen sich viele andere Zweige von Obstbäumen wie Apfel-, Haselnuss-, Kastanien-, Holunder-, und Rotdornzweige, aber auch z.B. von Forsythien oder Birken. So sind Barbarazweige ähnlich wie die Zweige des Adventskranzes Symbol für neues Leben und gelten als Vorläufer des Weihnachtsbaumes.
Adventskalender
gibt es seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Eltern meist aus protestantischen Familien bastelten sie für ihre Kinder, um die Tage bis Weihnachten zu zählen, meist vom 1. Dezember an. Die bekannte Form mit Türen, hinter denen sich Bilder oder Süßigkeiten verbergen, ist nur eine Variante unter vielen. Adventskalender regen zum Selbermachen an. So lassen sich mit ihnen z.B. viele kleine Geschenke verpacken und die Vorfreude auf Weihnachten durch Aktionen wie Malen und Backen gemeinsam erleben. mehr
Links
Advent ist im Dezember
... ist eine umangreiche Internet-Seite der Evangelischen Kirche mit Informationen und Aktionen zum Thema Advent und eine wahre Fundgrube rund um die Advents- und Weihnachtszeit. Hier können Sie einen Online-Adventskalender selber basteln. Darüber hinaus finden Sie hier viele Informationen und Anregung zur Gestaltung der Adventszeit. mehr
Gedanken zum Advent
Auf E-wie-evangelisch.de finden Sie zu einer ständig wachsenden Zahl von kirchlichen Themen wie Alltagsthemen Kommentare zum Lesen und Anhören – pointiert und aus evangelischem Blickwinkel, wie auch zu den kirchlichen Festen und Festtagen. mehr


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