Martinstag
Bedeutung
Der Martinstag (11.11.) erinnert an den Begräbnistag des römischen Bischofs Martin von Tours. Er wurde im Jahr 316 im heutigen Szombathely in Ungarn geboren und war zunächst Soldat. Die Legende erzählt, dass er damals seinen Mantel großzügig am Stadttor von Amiens mit einem frierenden Bettler teilte. Später quittierte er den Militärdienst, ließ er sich taufen und wurde Missionar. Als Schüler des Hilarius von Poitiers wurde er im Jahr 371 zum Bischof von Tours gewählt.
Für evangelische Christen hat dieser Tag gleichzeitig Bedeutung als Tauf- und Namenstag des Reformators Martin Luther. Seiner wird in der evangelischen Kirche aber vor allem am Reformationstag (31.10.) gedacht. Denn am 31.10.1517 setzte Martin Luther durch seine 95 Thesen zu Ablass und Buße den Beginn der Reformation in Gang. Die liturgische Farbe des Martinstages ist grün.
Bräuche
In früheren Zeiten galt der Martinstag als Tag des Winteranfanges. Nach Ende der Erntezeit begann das Schweineschlachten, bäuerliche Abgaben waren fällig und Märkte wurden abgehalten. Begleitet wurde dies durch Martinsumzüge am Martinsabend, bei dem verkleidete Personen den Martin auf einem Schimmel und den Bettler darstellten, und Lampen oder Fackeln getragen wurden. Mancherorts wurden dadurch die früheren Martinsfeuer abgelöst. Das Licht symbolisierte dabei das Erbarmen Gottes, das in Martins guter Tat des Teilens mit dem Bettler beispielhaft als Licht in der Dunkelheit sichtbar wird.
Nach dem Umzug fand vor dem bis Weihnachten andauernden Adventsfasten noch einmal ein ausgiebiges Festessen statt, oft mit der Martinsgans als Festbraten. Sie erinnerte an eine weitere Legende über Martin. Als die Bewohner von Tours ihn zum Bischof machen wollten, habe er sich aus Bescheidenheit im Gänsestall versteckt. Aber eine Gans habe ihn durch ihr Geschnatter verraten.
Laternenumzüge der Gemeinden und Kindergärten
Der Martinstag gewinnt seine Popularität aus dem alten Brauch der Martinsumzüge, diesen Tag bzw. seinen Vorabend mit Laternenumzügen zu begehen. Diese Umzüge werden heutzutage vielfach mit den Gemeindekindergärten und gemeinsam mit evangelischen und katholischen Nachbargemeinden durchgeführt. Sie schaffen so ein Stück ökumenischer Verbindung zwischen den Konfessionen. Für Kinder und Familien ist dieses Fest daher eine gute Gelegenheit Laternen zu basteln, mit anderen Lieder zu singen und dies in Gemeinschaft mit den Familien, den Nachbarn und den Gemeinden zu erleben. Die Gemeinden verbinden den Umzug oft mit der Bitte um Segen für die Kinder und ihre Familien und sammeln für Menschen in Not.
Ort und Zeit der Laternenumzüge können Sie im Gemeindebüro in Ihrer Nähe erfahren: über die Gemeindesuche A-Z oder über die Regionenkarte der Gemeinden und Einrichtungen der BEK
Links
mehr über Martin von Tours - bei Prof. Dr. Manfred Becker-Huberti)
Der Martinstag (11.11.) erinnert an den Begräbnistag des römischen Bischofs Martin von Tours. Er wurde im Jahr 316 im heutigen Szombathely in Ungarn geboren und war zunächst Soldat. Die Legende erzählt, dass er damals seinen Mantel großzügig am Stadttor von Amiens mit einem frierenden Bettler teilte. Später quittierte er den Militärdienst, ließ er sich taufen und wurde Missionar. Als Schüler des Hilarius von Poitiers wurde er im Jahr 371 zum Bischof von Tours gewählt.
Für evangelische Christen hat dieser Tag gleichzeitig Bedeutung als Tauf- und Namenstag des Reformators Martin Luther. Seiner wird in der evangelischen Kirche aber vor allem am Reformationstag (31.10.) gedacht. Denn am 31.10.1517 setzte Martin Luther durch seine 95 Thesen zu Ablass und Buße den Beginn der Reformation in Gang. Die liturgische Farbe des Martinstages ist grün.
Bräuche
In früheren Zeiten galt der Martinstag als Tag des Winteranfanges. Nach Ende der Erntezeit begann das Schweineschlachten, bäuerliche Abgaben waren fällig und Märkte wurden abgehalten. Begleitet wurde dies durch Martinsumzüge am Martinsabend, bei dem verkleidete Personen den Martin auf einem Schimmel und den Bettler darstellten, und Lampen oder Fackeln getragen wurden. Mancherorts wurden dadurch die früheren Martinsfeuer abgelöst. Das Licht symbolisierte dabei das Erbarmen Gottes, das in Martins guter Tat des Teilens mit dem Bettler beispielhaft als Licht in der Dunkelheit sichtbar wird.
Nach dem Umzug fand vor dem bis Weihnachten andauernden Adventsfasten noch einmal ein ausgiebiges Festessen statt, oft mit der Martinsgans als Festbraten. Sie erinnerte an eine weitere Legende über Martin. Als die Bewohner von Tours ihn zum Bischof machen wollten, habe er sich aus Bescheidenheit im Gänsestall versteckt. Aber eine Gans habe ihn durch ihr Geschnatter verraten.
Laternenumzüge der Gemeinden und Kindergärten
Der Martinstag gewinnt seine Popularität aus dem alten Brauch der Martinsumzüge, diesen Tag bzw. seinen Vorabend mit Laternenumzügen zu begehen. Diese Umzüge werden heutzutage vielfach mit den Gemeindekindergärten und gemeinsam mit evangelischen und katholischen Nachbargemeinden durchgeführt. Sie schaffen so ein Stück ökumenischer Verbindung zwischen den Konfessionen. Für Kinder und Familien ist dieses Fest daher eine gute Gelegenheit Laternen zu basteln, mit anderen Lieder zu singen und dies in Gemeinschaft mit den Familien, den Nachbarn und den Gemeinden zu erleben. Die Gemeinden verbinden den Umzug oft mit der Bitte um Segen für die Kinder und ihre Familien und sammeln für Menschen in Not.
Ort und Zeit der Laternenumzüge können Sie im Gemeindebüro in Ihrer Nähe erfahren: über die Gemeindesuche A-Z oder über die Regionenkarte der Gemeinden und Einrichtungen der BEK
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Feste und Feiern


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