Silvester & Neujahr
Jahreswechsel
Jahreswechsel
In vielen Kulturen wird der Jahreswechsel als Erneuerung der Weltordnung in den jährlichen Kreisläufen der Natur verstanden und mit besonderen Neujahrsfesten und Ritualen gefeiert.
Dies reicht von ausgelassenen Festen und Maskenumzügen, wie wir sie in Deutschland heute vor allem während der Karnevalszeit erleben, bis zu Zeremonien der Reinigung und des Fastens. Die Menschen wollen zum Jahreswechsel ins Reine zu kommen, sich von alter Schuld reinigen und gut in das neue Jahr kommen. Dazu gehören auch Rituale des Schenkens und Spendens, wie sie bei uns heute in die Weihnachtszeit gehören. Durch Lärmen, Schreien und Schlagen wurden die alten bösen Geister vertrieben und mit Feuer wurde das neue Jahr begrüßt.
Viele dieser Bräuche leben fort, wenn auch in abgeschwächter Form und ohne besonderes Bewusstsein. Es wird z.B. gut gegessen, feuchtfröhliche Silvesterpartys werden gefeiert und Feuerwerkskörper angezündet. Die meisten dürften hierbei heutzutage mehr den Spaß am Knallen und Lichterzauber als böse Geister im Sinn haben. Auch das beliebte Bleigießen (und alternativ für kleine Kinder: Wachsgießen) dient heute vor allem als Spiel. Aus den Formen des im Wasser erkaltenden Bleies meinte man früher die zukünftigen Ereignisse im neuen Jahr ablesen zu können.
Besinnung, gute Wünsche und Segen für das neue Jahr
Viele Menschen empfinden den Jahreswechsel auch heute als besonderen Zeiteinschnitt und nehmen ihn neben der Feier auch zum Anlass, Altes zu Ende zu bringen, neue Pläne und „gute Vorsätze“ für das neue Jahr zu fassen und eine Lebensinventur zu machen. Dazu gehört es, seinen Mitmenschen gute Wünsche auf den Weg in das neue Jahr zu geben. Der bei uns verbreitete Wunsch „Guter Rutsch!“ geht wohl auf den aus dem Jiddischen stammenden Begriff „Rosch“ (übersetzt: „Anfang“) zurück. Ein guter Rutsch ist also ein „Guter Anfang“ im neuen Jahr. Und viele Menschen gehen zur Jahreswende in die Kirche und bitten um Gottes Segen für das neue Jahr.
Silvester
Silvester, auch Altjahrsabend genannt, ist der letzte Tag des Jahres am 31. Dezember. Sein Name erinnert an Silvester, der im Jahre 314 Bischof von Rom wurde und am 31.12. 335 verstarb. Er lebte in der Zeit der Konstantinischen Wende, in der das Christentum von einer ehemals verfolgten zu einer anerkannten Religion im Römischen Reich wurde.
In den evangelischen Gemeinden hat sich die Praxis entwickelt nach der Dämmerung am Nachmittag oder Abend einen Gottesdienst oder eine Andacht abzuhalten, in der die Besinnung auf das neue Jahr im Vordergrund steht, oft in besonderer meditativer oder musikalischer Form.
Brot statt Böller
Der alte Brauch des Schenkens zum Jahreswechsel lebt in der Aktion „Brot statt Böller“ fort. Das evangelische Spendenwerk Brot für die Welt ruft zum Jahreswechsel dazu auf, die Freude am Feiern mit Menschen zu teilen, die nichts zum Feiern haben. So spenden viele Menschen mittlerweile einen Teil des Geldes, den sie bisher in die Luft gejagt haben und schaffen Menschen in allen Teilen der Welt damit Möglichkeiten, sich zu ernähren, in die Schule zu gehen oder einen Beruf zu erlernen. So bringen sie Licht und Leben in das neue Jahr.
Neujahr
Neujahr ist der erste Tag des Kalenderjahres. Er wird in den Kulturen zu unterschiedlichen Zeiten gefeiert, im Judentum und Islam z.B. sogar zu beweglichen Zeiten nach dem Mondkalender. Für den christlichen westlichen Kulturraum wurde er verbindlich im Jahre 1691 durch Papst Innozenz XII. auf den 1. Januar festgelegt. Vorher feierten Christen den Neujahrstag teilweise auch am 6.1. oder am 25.12.
In der alten Kirche wurde dieser Tag vielfach mit ausgelassenen Festen, Umzügen und Geschenken an mehreren Tagen gefeiert. Seit dem 6. Jahrhundert setzte es sich durch, den 1. Januar als „Hochfest der Gottesmutter Maria“ oder auch als Festtag der „Namensgebung und Beschneidung Jesu“ zu feiern. So wird letzteres auch seit der Reformationszeit in der evangelischen Kirche gefeiert.
Gottesdienste, Andachten, Musik & Konzerte
Zu Silvester und Neujahr laden die Kirchengemeinden vor oder nach dem Feiern dazu ein, sich auf das neue Jahr zu besinnen und um Segen und Frieden zu bitten. Wie zur Weihnachtszeit finden stärker meditativ und musikalisch geprägte Gottesdienste und Konzerte statt.
Hier finden Sie in zeitlicher Nähe Überblicke in der Termindatenbank der Bremischen Evangelischen Kirche
Gottesdienste & Andachten zu Silvester und Neujahr
Musiklische Gottesdieste zu Silvester und Neujahr
Gezielt nach Gottesdiensten oder Musik zu einer bestimmten Zeit, in einer bestimmten Region oder Gemeinde suchen
Links
Brot für die Welt - Brot statt Böller
Gedanken zu Silvester
Auf E-wie-evangelisch.de finden Sie zu einer ständig wachsenden Zahl von kirchlichen Themen wie Alltagsthemen Kommentare zum Lesen und Anhören – pointiert und aus evangelischem Blickwinkel, wie auch zu den kirchlichen Festen und Festtagen. mehr
In vielen Kulturen wird der Jahreswechsel als Erneuerung der Weltordnung in den jährlichen Kreisläufen der Natur verstanden und mit besonderen Neujahrsfesten und Ritualen gefeiert.
Dies reicht von ausgelassenen Festen und Maskenumzügen, wie wir sie in Deutschland heute vor allem während der Karnevalszeit erleben, bis zu Zeremonien der Reinigung und des Fastens. Die Menschen wollen zum Jahreswechsel ins Reine zu kommen, sich von alter Schuld reinigen und gut in das neue Jahr kommen. Dazu gehören auch Rituale des Schenkens und Spendens, wie sie bei uns heute in die Weihnachtszeit gehören. Durch Lärmen, Schreien und Schlagen wurden die alten bösen Geister vertrieben und mit Feuer wurde das neue Jahr begrüßt.
Viele dieser Bräuche leben fort, wenn auch in abgeschwächter Form und ohne besonderes Bewusstsein. Es wird z.B. gut gegessen, feuchtfröhliche Silvesterpartys werden gefeiert und Feuerwerkskörper angezündet. Die meisten dürften hierbei heutzutage mehr den Spaß am Knallen und Lichterzauber als böse Geister im Sinn haben. Auch das beliebte Bleigießen (und alternativ für kleine Kinder: Wachsgießen) dient heute vor allem als Spiel. Aus den Formen des im Wasser erkaltenden Bleies meinte man früher die zukünftigen Ereignisse im neuen Jahr ablesen zu können.
Besinnung, gute Wünsche und Segen für das neue Jahr
Viele Menschen empfinden den Jahreswechsel auch heute als besonderen Zeiteinschnitt und nehmen ihn neben der Feier auch zum Anlass, Altes zu Ende zu bringen, neue Pläne und „gute Vorsätze“ für das neue Jahr zu fassen und eine Lebensinventur zu machen. Dazu gehört es, seinen Mitmenschen gute Wünsche auf den Weg in das neue Jahr zu geben. Der bei uns verbreitete Wunsch „Guter Rutsch!“ geht wohl auf den aus dem Jiddischen stammenden Begriff „Rosch“ (übersetzt: „Anfang“) zurück. Ein guter Rutsch ist also ein „Guter Anfang“ im neuen Jahr. Und viele Menschen gehen zur Jahreswende in die Kirche und bitten um Gottes Segen für das neue Jahr.
Silvester
Silvester, auch Altjahrsabend genannt, ist der letzte Tag des Jahres am 31. Dezember. Sein Name erinnert an Silvester, der im Jahre 314 Bischof von Rom wurde und am 31.12. 335 verstarb. Er lebte in der Zeit der Konstantinischen Wende, in der das Christentum von einer ehemals verfolgten zu einer anerkannten Religion im Römischen Reich wurde.
In den evangelischen Gemeinden hat sich die Praxis entwickelt nach der Dämmerung am Nachmittag oder Abend einen Gottesdienst oder eine Andacht abzuhalten, in der die Besinnung auf das neue Jahr im Vordergrund steht, oft in besonderer meditativer oder musikalischer Form.
Brot statt Böller
Der alte Brauch des Schenkens zum Jahreswechsel lebt in der Aktion „Brot statt Böller“ fort. Das evangelische Spendenwerk Brot für die Welt ruft zum Jahreswechsel dazu auf, die Freude am Feiern mit Menschen zu teilen, die nichts zum Feiern haben. So spenden viele Menschen mittlerweile einen Teil des Geldes, den sie bisher in die Luft gejagt haben und schaffen Menschen in allen Teilen der Welt damit Möglichkeiten, sich zu ernähren, in die Schule zu gehen oder einen Beruf zu erlernen. So bringen sie Licht und Leben in das neue Jahr.
Neujahr
Neujahr ist der erste Tag des Kalenderjahres. Er wird in den Kulturen zu unterschiedlichen Zeiten gefeiert, im Judentum und Islam z.B. sogar zu beweglichen Zeiten nach dem Mondkalender. Für den christlichen westlichen Kulturraum wurde er verbindlich im Jahre 1691 durch Papst Innozenz XII. auf den 1. Januar festgelegt. Vorher feierten Christen den Neujahrstag teilweise auch am 6.1. oder am 25.12.
In der alten Kirche wurde dieser Tag vielfach mit ausgelassenen Festen, Umzügen und Geschenken an mehreren Tagen gefeiert. Seit dem 6. Jahrhundert setzte es sich durch, den 1. Januar als „Hochfest der Gottesmutter Maria“ oder auch als Festtag der „Namensgebung und Beschneidung Jesu“ zu feiern. So wird letzteres auch seit der Reformationszeit in der evangelischen Kirche gefeiert.
Gottesdienste, Andachten, Musik & Konzerte
Zu Silvester und Neujahr laden die Kirchengemeinden vor oder nach dem Feiern dazu ein, sich auf das neue Jahr zu besinnen und um Segen und Frieden zu bitten. Wie zur Weihnachtszeit finden stärker meditativ und musikalisch geprägte Gottesdienste und Konzerte statt.
Hier finden Sie in zeitlicher Nähe Überblicke in der Termindatenbank der Bremischen Evangelischen Kirche
Gottesdienste & Andachten zu Silvester und Neujahr
Musiklische Gottesdieste zu Silvester und Neujahr
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