Sonntag
Gott sei Dank, es ist Sonntag
Kirchen werben für den Schutz des Sonntags
Die Repräsentanten der Bremischen Evangelischen Kirche und der katholischen Kirche in Bremen appellieren an die politisch Verantwortlichen, die schleichende Ökonomisierung des Sonntags zu stoppen. In einer Erklärung fordern Sie dazu auf, ein klares Zeichen für einen nachhaltigen Sonntagsschutz zu setzen.
Unter dem Motto "Gott sei Dank, es ist Sonntag" wirbt auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) für den Schutz des Sonntags. Hiermit knüpft sie an die erfolgreiche Aktion "Ohne Sonntag gibt´s nur noch Werktage" an, mit der sie 1999 erstmals auf die zunehmende Gefährdung der Sonntagsruhe aufmerksam gemacht hatte. Hintergrund der neuen Aktion ist die Tatsache, dass die Ladenöffnungszeiten immer deutlicher ausgeweitet werden. Die Kirche appelliert an Verantwortliche in Politik und Wirtschaft, den Sonntag als verlässlichen Ruhetag zu schützen.
Die Kirchen betonen, dass der Sonntag ein wichtiges Kulturgut sei, das nicht so ohne weiteres preisgegeben werden dürfe. Die Sonntagsruhe geht auf das biblische Gebot der Sabbatruhe zurück. Dies ist kein rein moralischer Appell und hat nichts mit Einschränkung und Verzicht zu tun. Vielmehr ist es eine wichtige kulturelle Errungenschaft, die Menschen wenigstens an einem Tag der Woche aus der Arbeits-Tretmühle zu befreien.
Nur die Sonntagsruhe schafft in der Arbeitswoche einen verlässlichen Freiraum für Erholung und gemeinsame Freizeit mit Familie und Freunden. Die Kirchen wollen zum Nachdenken darüber anregen, dass eine Gesellschaft langfristig nichts gewinnt, wenn sie den Sonntag preisgibt, um kurzfristige wirtschaftliche Interessen Einzelner zu befriedigen. Aus gutem Grund haben die Väter und Mütter des Grundgesetzes den Sonntag als besonders schützenswert hervorgehoben: „Der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung gesetzlich geschützt“, heißt es in Artikel 140.
Viele Menschen müssen sonntags arbeiten - zum Wohle der anderen sind sie in der Landwirtschaft, in Krankenhäusern oder bei Polizei und Rettungsdiensten tätig. Daneben wird sonntags aber mehr und mehr verkauft und eingekauft, mehr produziert und mehr gearbeitet. Was ist noch die Regel, was die Ausnahme? Die Grenzen sind fließend geworden. Viele Menschen empfinden Sonn- und Feiertage als besondere Zeiten für den besonderen Konsum.
Die Kommunen folgen diesem Trend und genehmigen immer öfter im Zusammenhang mit Messen und größeren Veranstaltungen Verkauf und Ladenöffnungen an Sonn- und Feiertagen. Bäckereien bieten ihrer Kundschaft auch sonntags frische Brötchen, Tankstellen und Autowaschanlagen, Solarien und Fitnesscenter sind geöffnet und Call-Center erreichbar.
Der Sonntag ist ein wertvolles Geschenk für alle Menschen, Woche für Woche wiederkehrend, verlässlich wie Tag und Nacht, Abend und Morgen. Er gibt dem gesellschaftlichen Leben den notwendigen Zeitrhythmus. Leben ist mehr als kaufen und verkaufen, produzieren und konsumieren, leisten und schuften, daran erinnert uns der Sonntag. Er unterbricht den Alltag zum Ausspannen und Aufatmen. Er schafft freie Zeit und Freiraum für Muße und für die Fragen nach Grund und Perspektiven des Lebens und des Zusammenlebens. Gott sei Dank, es ist Sonntag!
Links
10 Argumente für den arbeitsfreien Sonntag
„Endlich ist Sonntag!“
Ohne Sonntag gibt es nur noch Werktage
Die biblischen Wurzeln der Sonntagsruhe
Gedanken zum Sonntag
Auf E-wie-evangelisch.de finden Sie zu einer ständig wachsenden Zahl von kirchlichen wie Alltagsthemen Kommentare zum Lesen und Anhören – pointiert und aus evangelischem Blickwinkel, wie auch zu den kirchlichen Festen und Festtagen. mehr
Broschüre zum Herunterladen:
7 gute Gründe, den Sonntag zu feiern
Die Repräsentanten der Bremischen Evangelischen Kirche und der katholischen Kirche in Bremen appellieren an die politisch Verantwortlichen, die schleichende Ökonomisierung des Sonntags zu stoppen. In einer Erklärung fordern Sie dazu auf, ein klares Zeichen für einen nachhaltigen Sonntagsschutz zu setzen.
Unter dem Motto "Gott sei Dank, es ist Sonntag" wirbt auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) für den Schutz des Sonntags. Hiermit knüpft sie an die erfolgreiche Aktion "Ohne Sonntag gibt´s nur noch Werktage" an, mit der sie 1999 erstmals auf die zunehmende Gefährdung der Sonntagsruhe aufmerksam gemacht hatte. Hintergrund der neuen Aktion ist die Tatsache, dass die Ladenöffnungszeiten immer deutlicher ausgeweitet werden. Die Kirche appelliert an Verantwortliche in Politik und Wirtschaft, den Sonntag als verlässlichen Ruhetag zu schützen.
Die Kirchen betonen, dass der Sonntag ein wichtiges Kulturgut sei, das nicht so ohne weiteres preisgegeben werden dürfe. Die Sonntagsruhe geht auf das biblische Gebot der Sabbatruhe zurück. Dies ist kein rein moralischer Appell und hat nichts mit Einschränkung und Verzicht zu tun. Vielmehr ist es eine wichtige kulturelle Errungenschaft, die Menschen wenigstens an einem Tag der Woche aus der Arbeits-Tretmühle zu befreien.
Nur die Sonntagsruhe schafft in der Arbeitswoche einen verlässlichen Freiraum für Erholung und gemeinsame Freizeit mit Familie und Freunden. Die Kirchen wollen zum Nachdenken darüber anregen, dass eine Gesellschaft langfristig nichts gewinnt, wenn sie den Sonntag preisgibt, um kurzfristige wirtschaftliche Interessen Einzelner zu befriedigen. Aus gutem Grund haben die Väter und Mütter des Grundgesetzes den Sonntag als besonders schützenswert hervorgehoben: „Der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung gesetzlich geschützt“, heißt es in Artikel 140.
Viele Menschen müssen sonntags arbeiten - zum Wohle der anderen sind sie in der Landwirtschaft, in Krankenhäusern oder bei Polizei und Rettungsdiensten tätig. Daneben wird sonntags aber mehr und mehr verkauft und eingekauft, mehr produziert und mehr gearbeitet. Was ist noch die Regel, was die Ausnahme? Die Grenzen sind fließend geworden. Viele Menschen empfinden Sonn- und Feiertage als besondere Zeiten für den besonderen Konsum.
Die Kommunen folgen diesem Trend und genehmigen immer öfter im Zusammenhang mit Messen und größeren Veranstaltungen Verkauf und Ladenöffnungen an Sonn- und Feiertagen. Bäckereien bieten ihrer Kundschaft auch sonntags frische Brötchen, Tankstellen und Autowaschanlagen, Solarien und Fitnesscenter sind geöffnet und Call-Center erreichbar.
Der Sonntag ist ein wertvolles Geschenk für alle Menschen, Woche für Woche wiederkehrend, verlässlich wie Tag und Nacht, Abend und Morgen. Er gibt dem gesellschaftlichen Leben den notwendigen Zeitrhythmus. Leben ist mehr als kaufen und verkaufen, produzieren und konsumieren, leisten und schuften, daran erinnert uns der Sonntag. Er unterbricht den Alltag zum Ausspannen und Aufatmen. Er schafft freie Zeit und Freiraum für Muße und für die Fragen nach Grund und Perspektiven des Lebens und des Zusammenlebens. Gott sei Dank, es ist Sonntag!
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10 Argumente für den arbeitsfreien Sonntag
„Endlich ist Sonntag!“
Ohne Sonntag gibt es nur noch Werktage
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