Ostern
Bedeutung
Das Osterfest ist das älteste und wichtigste christliche Jahresfest.
Ostern voran geht die Karwoche, die an Leiden und Tod Jesu Christi am Kreuz erinnert. Höhepunkt der Karwoche ist der Karfreitag, der Tag der Hinrichtung Jesu. Das Osterfest erinnert an die Auferstehung Jesu Christi, die nach biblischer Überlieferung in den frühen Morgenstunden des Ostersonntags stattfand. Christen verstehen den Tod und die Auferstehung Jesu als Befreiung von der Macht des Todes. Ostern ist das Fest des Lebens und der Hoffnung, dass das Leben auch über den Tod hinaus in verwandelter Form weitergeht.
Das Osterfest fällt in die Zeit des jüdischen Pessach-Festes und hat darin seine Wurzeln. Das Hebräische “Pessach” bedeutet "Verschonung”. Es erinnert daran, dass die Erstgeburt der Israeliten beim Auszug aus der ägyptischen Sklaverei verschont blieb, während die Nachkommen der Ägypter sterben mussten. Die Häuser wurden zur Unterscheidung mit Lammblut gekennzeichnet. Daran erinnert das Lamm, das am Pessach-Fest geschlachtet und gegessen wird. Darum wird Jesus, der sich für die Menschen am Kreuz opferte, oft auch als Lamm Gottes bezeichnet oder in der Malerei dargestellt.
Das Wort “Ostern” kommt vom Althochdeutschen “Ostarum”, was “Morgenröte” bedeutet. Eine andere Deutung leitet den Namen von Ostara, der germanischen Frühlingsgöttin, der Göttin des strahlenden Morgens und des aufsteigenden Lichtes, ab. “Ostern” könnte seinen Namen allerdings auch durch einen Übersetzungsfehler aus dem Lateinischen bekommen haben, bei dem der Begriff für Osterwoche (hebdomada in albis, "Weiße Woche") mit dem für Morgenröte (albis) verwechselt wurde.
Die liturgische Farbe des Osterfestes ist weiß, als Farbe Jesu Christi und des Glanzes seiner Auferstehung. Als christliches Symbol sieht man oft das Kreuz mit einem Strahlenkranz von Licht umgeben. In der evangelischen Kirche wird auch oft das leere Kreuz als Hinweis auf die Auferstehung und als Zeichen der Hoffnung verstanden.
Wie wurde der Ostertermin festgelegt
Die frühen Christen orientierten sich an der jüdischen Gottesdienst- und Festpraxis. Erst im 2. Jahrhundert nach Christus ist eine "christliche" Pessach-Feier belegt. 325 einigte man sich nach längerem innerkirchlichen Streit, das Fest der Auferstehung Jesu von den Toten auf den Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond zu legen. Damit unterschied man sich vom Judentum und dem heidnischen Festkalender. Ostern hängt zwar mit dem Frühlingsbeginn zusammen, fällt aber nie damit zusammen. Das Osterfest kann zwischen dem 22. März und dem 25. April stattfinden. Ostern dient auch als Ausgangspunkt für die Berechnung anderer beweglicher Festtage wie z.B. Pfingsten.
Fastenzeit vor Ostern
Seit dem 4. Jahrhundert gibt es die Tradition einer vierzigtägigen Fastenzeit vor Ostern, die das Fasten Jesu in der Wüste aufnimmt. Die Sonntage sind vom Fasten ausgenommen. Bis zum Jahre 1094 erstreckte sich das Osterfest als höchstes christliches Fest noch über 4 Tage, danach erst schrumpfte es auf 3 Tage und schließlich – wie wir es heute kennen – auf nur noch 2 Tage zusammen.
Im mitteleuropäischen Brauchtum hat Ostern seit je her eine zentrale Rolle gespielt. Die Sehnsucht nach Frühling, Sommer und Sonne, nach Sicherung des neuen Erntesegens, den Sieg der Frühlingssonne über die Winternacht und das Erwachen der Natur hatten die Menschen stets gefeiert. Hinzu trat die christliche Bedeutung von Ostern als Fest der Auferstehung.
Osternacht und Gottesdienste
Zum Osterfest finden viele besondere Gottesdienste statt. In meditativen Osternachtgottesdiensten am frühen Morgen wird in der Morgendämmerung die Osterkerze entzündet. Sie ist ein Symbol der Auferstehung und des Sieges des Lebens über den Tod. Viele Gemeinden laden zum Osterfrühstück ein, zu Familiengottesdiensten oder zum Eiersuchen für Kinder. Viele Gottesdienste werden auch besonders musikalisch gestaltet und es singen die Chöre oder es spielen die Posaunenchöre.
Hier finden Sie die Termine
Links
Gedanken zu Ostern
Auf E-wie-evangelisch.de finden Sie zu einer ständig wachsenden Zahl von kirchlichen Themen wie Alltagsthemen Kommentare zum Lesen und Anhören – pointiert und aus evangelischem Blickwinkel, wie auch zu den kirchlichen Festen und Festtagen. mehr
Ostern voran geht die Karwoche, die an Leiden und Tod Jesu Christi am Kreuz erinnert. Höhepunkt der Karwoche ist der Karfreitag, der Tag der Hinrichtung Jesu. Das Osterfest erinnert an die Auferstehung Jesu Christi, die nach biblischer Überlieferung in den frühen Morgenstunden des Ostersonntags stattfand. Christen verstehen den Tod und die Auferstehung Jesu als Befreiung von der Macht des Todes. Ostern ist das Fest des Lebens und der Hoffnung, dass das Leben auch über den Tod hinaus in verwandelter Form weitergeht.
Das Osterfest fällt in die Zeit des jüdischen Pessach-Festes und hat darin seine Wurzeln. Das Hebräische “Pessach” bedeutet "Verschonung”. Es erinnert daran, dass die Erstgeburt der Israeliten beim Auszug aus der ägyptischen Sklaverei verschont blieb, während die Nachkommen der Ägypter sterben mussten. Die Häuser wurden zur Unterscheidung mit Lammblut gekennzeichnet. Daran erinnert das Lamm, das am Pessach-Fest geschlachtet und gegessen wird. Darum wird Jesus, der sich für die Menschen am Kreuz opferte, oft auch als Lamm Gottes bezeichnet oder in der Malerei dargestellt.
Das Wort “Ostern” kommt vom Althochdeutschen “Ostarum”, was “Morgenröte” bedeutet. Eine andere Deutung leitet den Namen von Ostara, der germanischen Frühlingsgöttin, der Göttin des strahlenden Morgens und des aufsteigenden Lichtes, ab. “Ostern” könnte seinen Namen allerdings auch durch einen Übersetzungsfehler aus dem Lateinischen bekommen haben, bei dem der Begriff für Osterwoche (hebdomada in albis, "Weiße Woche") mit dem für Morgenröte (albis) verwechselt wurde.
Die liturgische Farbe des Osterfestes ist weiß, als Farbe Jesu Christi und des Glanzes seiner Auferstehung. Als christliches Symbol sieht man oft das Kreuz mit einem Strahlenkranz von Licht umgeben. In der evangelischen Kirche wird auch oft das leere Kreuz als Hinweis auf die Auferstehung und als Zeichen der Hoffnung verstanden.
Wie wurde der Ostertermin festgelegt
Die frühen Christen orientierten sich an der jüdischen Gottesdienst- und Festpraxis. Erst im 2. Jahrhundert nach Christus ist eine "christliche" Pessach-Feier belegt. 325 einigte man sich nach längerem innerkirchlichen Streit, das Fest der Auferstehung Jesu von den Toten auf den Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond zu legen. Damit unterschied man sich vom Judentum und dem heidnischen Festkalender. Ostern hängt zwar mit dem Frühlingsbeginn zusammen, fällt aber nie damit zusammen. Das Osterfest kann zwischen dem 22. März und dem 25. April stattfinden. Ostern dient auch als Ausgangspunkt für die Berechnung anderer beweglicher Festtage wie z.B. Pfingsten.
Fastenzeit vor Ostern
Seit dem 4. Jahrhundert gibt es die Tradition einer vierzigtägigen Fastenzeit vor Ostern, die das Fasten Jesu in der Wüste aufnimmt. Die Sonntage sind vom Fasten ausgenommen. Bis zum Jahre 1094 erstreckte sich das Osterfest als höchstes christliches Fest noch über 4 Tage, danach erst schrumpfte es auf 3 Tage und schließlich – wie wir es heute kennen – auf nur noch 2 Tage zusammen.
Im mitteleuropäischen Brauchtum hat Ostern seit je her eine zentrale Rolle gespielt. Die Sehnsucht nach Frühling, Sommer und Sonne, nach Sicherung des neuen Erntesegens, den Sieg der Frühlingssonne über die Winternacht und das Erwachen der Natur hatten die Menschen stets gefeiert. Hinzu trat die christliche Bedeutung von Ostern als Fest der Auferstehung.
Osternacht und Gottesdienste
Zum Osterfest finden viele besondere Gottesdienste statt. In meditativen Osternachtgottesdiensten am frühen Morgen wird in der Morgendämmerung die Osterkerze entzündet. Sie ist ein Symbol der Auferstehung und des Sieges des Lebens über den Tod. Viele Gemeinden laden zum Osterfrühstück ein, zu Familiengottesdiensten oder zum Eiersuchen für Kinder. Viele Gottesdienste werden auch besonders musikalisch gestaltet und es singen die Chöre oder es spielen die Posaunenchöre.
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