Ostern
Ostermarsch
Die Ostermärsche für Frieden und Abrüstung in Deutschland haben ihren Ursprung in Großbritannien. Dort führte die „Campaign for Nuclear Disarmament“ (CND) ab 1958 jährlich einen Marsch von Karfreitag bis Ostersonntag von dem britischen Atombombenzentrum Aldermaston aus in das 80 km entfernte London durch, um gegen die nukleare Aufrüstung zu demonstrieren. Solche Demonstrationsmärsche für Frieden und Abrüstung zu Ostern wurde dann in verschiedenen westeuropäischen Ländern aufgegriffen. In der Bundesrepublik Deutschland fanden die sogenannten Ostermärsche zuerst im Jahre 1960 in Norddeutschland statt, nachdem der Bundestag unter dem damaligen Bundeskanzlers Adenauer beschlossen hatte, die Bundesrepublik mit taktischen Atomwaffen der USA aufzurüsten.
Einen Höhepunkt erreichte die Ostermarschbewegung im Jahr 1968, als sich etwa 300.000 Menschen an Demonstrationen gegen die atomare Aufrüstung der Bundesrepublik und das nukleare Wettrüsten beteiligten. Ein weiteres Anwachsen erfuhr die Bewegung in den 80er Jahren während der geplanten Stationierung von Atomraketen im Rahmen des NATO-Doppelbeschlusses, als sich 1983 bei Ostermärschen und auf großen Friedensdemonstrationen etwa 700.000 Menschen beteiligten. Nach dem Ende des Kalten Krieges sind die Teilnehmerzahlen deutlich zurück gegangen. Nach wie vor bleiben die Themen der Ostermärsche aber aktuell. Jährlich beteiligen sich Zehntausende von Christen, Gewerkschaftern, Menschenrechtlern, Globalisierungskritikern und PolitikerInnen vor allem der Grünen, Der Linken, der SPD, aber auch der CDU.
Zu den ursprünglichen Zielen der Ostermarschierer gehören die atomare Abrüstung und die Lösung von Konflikten und Krisen mit gewaltfreien und diplomatischen Mitteln. Hinzugekommen sind Forderungen, sich in der Politik verstärkt für Menschen- und Bürgerrechte, gerechten Handel und Entwicklungshilfe einzusetzen, damit Armut und Hunger in der Welt bekämpft werden und damit eine der Ursachen des Krieges beseitigt wird. In der letzten Zeit kommt immer stärker die Rolle Deutschlands beim Waffenhandel und bei militärischen Einsätzen in den Blick. Deutschlands versorgt als einer der größten Rüstungsexporteure weltweit regionale Konflikte und Kriege mit Nahrung. Deutsche Soldaten sind zunehmend in allen Teilen der Welt im Einsatz, wie z. B. in Afghanistan. Die Ostermarschierer mahnen hier und erinnern daran, die Konflikte durch politische und soziale Maßnahmen zu lösen, statt durch Waffengewalt und Waffenexport.
Auch Christen beteiligen sich an den Ostermärschen. In vielen Gottesdiensten und Andachten werden Fragen des Friedens, gewaltfreier Konfliktlösung und der Völkerverständigung thematisiert, nicht nur zur Osterzeit.
Der Ostermarsch in Bremen findet am Ostersamstag statt und endet mit einer Kundgebung auf dem Bremer Marktplatz.
Auf den folgenden Webseiten können die Termine und Orte für die Ostermärsche eingesehen und weitere Informationen finden.
Alles über Ostermärsche, Geschichte, Aktuelles, Termine (Netzwerk Friedenskooperative)
Ostermarsch in Bremen (Bremer Friedensforum)
Landkarte der Ostermärsche in Deutschland
Einen Höhepunkt erreichte die Ostermarschbewegung im Jahr 1968, als sich etwa 300.000 Menschen an Demonstrationen gegen die atomare Aufrüstung der Bundesrepublik und das nukleare Wettrüsten beteiligten. Ein weiteres Anwachsen erfuhr die Bewegung in den 80er Jahren während der geplanten Stationierung von Atomraketen im Rahmen des NATO-Doppelbeschlusses, als sich 1983 bei Ostermärschen und auf großen Friedensdemonstrationen etwa 700.000 Menschen beteiligten. Nach dem Ende des Kalten Krieges sind die Teilnehmerzahlen deutlich zurück gegangen. Nach wie vor bleiben die Themen der Ostermärsche aber aktuell. Jährlich beteiligen sich Zehntausende von Christen, Gewerkschaftern, Menschenrechtlern, Globalisierungskritikern und PolitikerInnen vor allem der Grünen, Der Linken, der SPD, aber auch der CDU.
Zu den ursprünglichen Zielen der Ostermarschierer gehören die atomare Abrüstung und die Lösung von Konflikten und Krisen mit gewaltfreien und diplomatischen Mitteln. Hinzugekommen sind Forderungen, sich in der Politik verstärkt für Menschen- und Bürgerrechte, gerechten Handel und Entwicklungshilfe einzusetzen, damit Armut und Hunger in der Welt bekämpft werden und damit eine der Ursachen des Krieges beseitigt wird. In der letzten Zeit kommt immer stärker die Rolle Deutschlands beim Waffenhandel und bei militärischen Einsätzen in den Blick. Deutschlands versorgt als einer der größten Rüstungsexporteure weltweit regionale Konflikte und Kriege mit Nahrung. Deutsche Soldaten sind zunehmend in allen Teilen der Welt im Einsatz, wie z. B. in Afghanistan. Die Ostermarschierer mahnen hier und erinnern daran, die Konflikte durch politische und soziale Maßnahmen zu lösen, statt durch Waffengewalt und Waffenexport.
Auch Christen beteiligen sich an den Ostermärschen. In vielen Gottesdiensten und Andachten werden Fragen des Friedens, gewaltfreier Konfliktlösung und der Völkerverständigung thematisiert, nicht nur zur Osterzeit.
Der Ostermarsch in Bremen findet am Ostersamstag statt und endet mit einer Kundgebung auf dem Bremer Marktplatz.
Auf den folgenden Webseiten können die Termine und Orte für die Ostermärsche eingesehen und weitere Informationen finden.
Alles über Ostermärsche, Geschichte, Aktuelles, Termine (Netzwerk Friedenskooperative)
Ostermarsch in Bremen (Bremer Friedensforum)
Landkarte der Ostermärsche in Deutschland
Feste und Feiern


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