Passionszeit
Bräuche
Buße
Die Passionszeit war traditionell eine Zeit der Besinnung und Buße. Seit dem Mittelalter wurde den Menschen am Aschermittwoch, dem Beginn der Passionszeit, ein Aschekreuz auf die Stirn gezeichnet, als Zeichen der Buße und Umkehr. Die Menschen leben in dieser Zeit in der besonderen Haltung die Seele und den Körper zu reinigen.
Fasten
Dem dient der Brauch des Fastens, der schon seit dem 2. Jahrhundert als zweitägiges Trauerfasten vor dem Osterfest bezeugt ist. Im 3. Jahrhundert wurde es auf ein Fasten in der Karwoche ausgeweitet. In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich dies zu einer verbreiteten 40-tägigen Fastenzeit, in der die Gläubigen nur eingeschränkt Nahrung zu sich nahmen. Weil die Sonntage und der Gründonnerstag nicht als Fastentage galten, zählte man während der Passionszeit 40 Fastentage. Diese Zahl hatte für die Christen eine hohe symbolische Bedeutung. Auch Jesus und die bedeutenden jüdischen Propheten Moses und Elias fasteten 40 Tage in der Wüste. Sie boten den Menschen so ein Beispiel, sich von Zwängen, Abhängigkeiten und Versuchungen befreien zu können.
Jesus fastet 40 Tage in der Wüste (Die Bibel, Matthäus 4,1-11)
Vorfastenzeit und Karneval
Der Passions- oder Fastenzeit geht seit dem 6. Jahrhundert die Vorfastenzeit voraus. Sie erstreckt sich über die drei Sonntage vor der Fastenzeit. Die Gottesdienste sind thematisch von Nachdenken über die Nachfolge Jesu bestimmt. Es gibt keine besonderen kirchlichen Feiertage.
In die Vorfastenzeit fällt aber der Höhepunkt der Karnevalszeit mit dem Rosenmontag. In alter Zeit diente das Fest dazu die bösen Geister des Winters zu verjagen. Mit Verkleidung und ausschweifenden Feiern genoss man das Leben vor der Fastenzeit noch einmal in vollen Zügen.
Im überwiegend protestantischen Bremen spielt der Karneval nur eine geringe Rolle. Aber man kann auch in und um Bremen Karneval feiern: In traditioneller Form feiert man in den Bremer Karnevalsvereinen oder auf dem großen Karnevalsumzug in Ganderkesee im Bremer Umland. Alternativ findet der Bremer Sambakarneval am Wochenende vor der offiziellen Karnevalswoche statt, bei dem am Samstag ein bunter Umzug mit vielen Samba- und Maskengruppen durch die Bremer Innenstadt zieht. Die eigentliche 5. Jahreszeit findet im Bremen aber im Oktober statt, mit dem großen Freimarktsumzug am zweiten Samstag der Freimarktszeit. Er gleicht noch am ehesten den Karnevalumzügen, wie man sie aus dem Rheinland kennt.
„7 Wochen ohne“
An die Tradition des Fastens knüpft die jährliche Fastenaktion der Evangelischen Kirche „7 Wochen ohne“ an. In der protestantischen Tradition gibt es keine vorgeschriebenen Speiseverbote. Die Fastenzeit bedeutet darum nicht einfach Verzicht auf Speisen oder Konsum, sondern dient vor allem der Besinnung auf die eigene Lebenspraxis und zielt auf eine Veränderung der eigenen geistigen Haltung, um mehr Lebensenergie und Gesundheit zu gewinnen. Dies kann dann durchaus die Änderung bestimmter Ess- und Lebensgewohnheiten einschließen. In speziellen Fastengruppen, Andachten und Gottesdiensten wird dies bedacht, begleitet und eingeübt. mehr
Links
Gedanken zur Passionszeit
Auf E-wie-evangelisch.de finden Sie zu einer ständig wachsenden Zahl von kirchlichen Themen wie Alltagsthemen Kommentare zum Lesen und Anhören – pointiert und aus evangelischem Blickwinkel, wie auch zu den kirchlichen Festen und Festtagen. mehr
Die Passionszeit war traditionell eine Zeit der Besinnung und Buße. Seit dem Mittelalter wurde den Menschen am Aschermittwoch, dem Beginn der Passionszeit, ein Aschekreuz auf die Stirn gezeichnet, als Zeichen der Buße und Umkehr. Die Menschen leben in dieser Zeit in der besonderen Haltung die Seele und den Körper zu reinigen.
Fasten
Dem dient der Brauch des Fastens, der schon seit dem 2. Jahrhundert als zweitägiges Trauerfasten vor dem Osterfest bezeugt ist. Im 3. Jahrhundert wurde es auf ein Fasten in der Karwoche ausgeweitet. In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich dies zu einer verbreiteten 40-tägigen Fastenzeit, in der die Gläubigen nur eingeschränkt Nahrung zu sich nahmen. Weil die Sonntage und der Gründonnerstag nicht als Fastentage galten, zählte man während der Passionszeit 40 Fastentage. Diese Zahl hatte für die Christen eine hohe symbolische Bedeutung. Auch Jesus und die bedeutenden jüdischen Propheten Moses und Elias fasteten 40 Tage in der Wüste. Sie boten den Menschen so ein Beispiel, sich von Zwängen, Abhängigkeiten und Versuchungen befreien zu können.
Jesus fastet 40 Tage in der Wüste (Die Bibel, Matthäus 4,1-11)
Vorfastenzeit und Karneval
Der Passions- oder Fastenzeit geht seit dem 6. Jahrhundert die Vorfastenzeit voraus. Sie erstreckt sich über die drei Sonntage vor der Fastenzeit. Die Gottesdienste sind thematisch von Nachdenken über die Nachfolge Jesu bestimmt. Es gibt keine besonderen kirchlichen Feiertage.
In die Vorfastenzeit fällt aber der Höhepunkt der Karnevalszeit mit dem Rosenmontag. In alter Zeit diente das Fest dazu die bösen Geister des Winters zu verjagen. Mit Verkleidung und ausschweifenden Feiern genoss man das Leben vor der Fastenzeit noch einmal in vollen Zügen.
Im überwiegend protestantischen Bremen spielt der Karneval nur eine geringe Rolle. Aber man kann auch in und um Bremen Karneval feiern: In traditioneller Form feiert man in den Bremer Karnevalsvereinen oder auf dem großen Karnevalsumzug in Ganderkesee im Bremer Umland. Alternativ findet der Bremer Sambakarneval am Wochenende vor der offiziellen Karnevalswoche statt, bei dem am Samstag ein bunter Umzug mit vielen Samba- und Maskengruppen durch die Bremer Innenstadt zieht. Die eigentliche 5. Jahreszeit findet im Bremen aber im Oktober statt, mit dem großen Freimarktsumzug am zweiten Samstag der Freimarktszeit. Er gleicht noch am ehesten den Karnevalumzügen, wie man sie aus dem Rheinland kennt.
„7 Wochen ohne“
An die Tradition des Fastens knüpft die jährliche Fastenaktion der Evangelischen Kirche „7 Wochen ohne“ an. In der protestantischen Tradition gibt es keine vorgeschriebenen Speiseverbote. Die Fastenzeit bedeutet darum nicht einfach Verzicht auf Speisen oder Konsum, sondern dient vor allem der Besinnung auf die eigene Lebenspraxis und zielt auf eine Veränderung der eigenen geistigen Haltung, um mehr Lebensenergie und Gesundheit zu gewinnen. Dies kann dann durchaus die Änderung bestimmter Ess- und Lebensgewohnheiten einschließen. In speziellen Fastengruppen, Andachten und Gottesdiensten wird dies bedacht, begleitet und eingeübt. mehr
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Gedanken zur Passionszeit
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Feste und Feiern


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