Sonntag
Die biblischen Wurzeln der Sonntagsruhe
Die Sonntagsruhe will den Rhythmus von Arbeit und Ruhe schützen und damit einen verlässlichen Lebensrhythmus sichern.
Sie dient so der Befreiung von überforderndem Arbeitsdruck und fördert die Gemeinschaft. Der Sonntag nimmt die biblische Sabbattradition auf: "Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn" (Die Bibel, 2. Buch Mose, Kapitel 20, Verse 8-11).
Der Sabbat relativiert die Arbeit des Menschen vor Gott durch das Signal: Aufhören! Diese Unterbrechung richtet sich gegen jede ausschließlich ökonomische Logik: Nicht Kaufen und Verkaufen, nicht Produzieren und Konsumieren hält die Welt in Gang, es ist Gott, der Schöpfer, der die Welt erhält. Der Sabbat ist Zeichen dafür, dass nicht der Mensch, sondern Gott der Herr der Schöpfung ist und dass in der Begrenzung Segen liegt.
Es gibt noch einen zweiten biblischen Text, der die Sonntagsruhe etwas anders begründet: "Denn du sollst daran denken, dass auch du Knecht in Ägyptenland warst und der HERR, dein Gott, dich von dort herausgeführt hat mit mächtiger Hand und ausgerecktem Arm. Darum hat dir der HERR, dein Gott, geboten, dass du den Sabbattag halten sollst." (Die Bibel, 5. Buch Mose, Kapitel 5, Verse 15). Hier ist der Sabbat - der Ruhetag - eine Erinnerung an die Befreiung aus Knechtschaft und Angst und gibt den Menschen Hoffnung: Sollte erneut Rettung nötig werden, wird Gott an ihrer Seite sein.
Im gemeinsam erlebten Rhythmus von Arbeit und Ruhetag können Menschen Gemeinschaft erfahren. Diese ursprünglich jüdische Tradition hat die christliche Gemeinde aufgenommen und auf dem Hintergrund der Jesusgeschichte ausgelegt. Sie begeht den ersten Tag der Woche als Tag der Erinnerung an die Auferstehung Jesu. Damit ist die Hoffnung auf die Neuschöpfung aller Dinge verbunden und die Zuversicht, dass der Tod und seine irdische Herrschaft überwunden werden. Der Sonntag schafft, dem Sabbat vergleichbar, Raum für Ruhe, Ruhe für die Feier des Lebens und familiäre und freundschaftliche Gemeinschaft.
Der Sonntag zeigt uns, dass Wert und Würde des Menschen nicht von seiner Leistungsfähigkeit abhängt. Für Protestanten kommt ein wichtiger Aspekt im Verständnis des Sonntags hinzu. Die evangelische Tradition wurzelt in der Erkenntnis Luthers, dass der Mensch nur durch den Glauben und durch die Gnade Gott nahe kommt. Es ist nicht seine Leistung, die ihn gerechter oder wertvoller vor Gott macht. Die sonntägliche Ruhe erinnert so daran, das Würde und Sinn eines menschlichen Lebens sich nicht in unentwegter Arbeit oder Leistung begründet oder gar darin erschöpfen können.
Wenn es um den Sonntag geht, ist für die Kirchen ein biblischer Text von zentraler Bedeutung: "Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele" (Die Bibel, das Evangelium nach Matthäus, Kapitel 16, Vers 26).
Sie dient so der Befreiung von überforderndem Arbeitsdruck und fördert die Gemeinschaft. Der Sonntag nimmt die biblische Sabbattradition auf: "Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn" (Die Bibel, 2. Buch Mose, Kapitel 20, Verse 8-11).
Der Sabbat relativiert die Arbeit des Menschen vor Gott durch das Signal: Aufhören! Diese Unterbrechung richtet sich gegen jede ausschließlich ökonomische Logik: Nicht Kaufen und Verkaufen, nicht Produzieren und Konsumieren hält die Welt in Gang, es ist Gott, der Schöpfer, der die Welt erhält. Der Sabbat ist Zeichen dafür, dass nicht der Mensch, sondern Gott der Herr der Schöpfung ist und dass in der Begrenzung Segen liegt.
Es gibt noch einen zweiten biblischen Text, der die Sonntagsruhe etwas anders begründet: "Denn du sollst daran denken, dass auch du Knecht in Ägyptenland warst und der HERR, dein Gott, dich von dort herausgeführt hat mit mächtiger Hand und ausgerecktem Arm. Darum hat dir der HERR, dein Gott, geboten, dass du den Sabbattag halten sollst." (Die Bibel, 5. Buch Mose, Kapitel 5, Verse 15). Hier ist der Sabbat - der Ruhetag - eine Erinnerung an die Befreiung aus Knechtschaft und Angst und gibt den Menschen Hoffnung: Sollte erneut Rettung nötig werden, wird Gott an ihrer Seite sein.
Im gemeinsam erlebten Rhythmus von Arbeit und Ruhetag können Menschen Gemeinschaft erfahren. Diese ursprünglich jüdische Tradition hat die christliche Gemeinde aufgenommen und auf dem Hintergrund der Jesusgeschichte ausgelegt. Sie begeht den ersten Tag der Woche als Tag der Erinnerung an die Auferstehung Jesu. Damit ist die Hoffnung auf die Neuschöpfung aller Dinge verbunden und die Zuversicht, dass der Tod und seine irdische Herrschaft überwunden werden. Der Sonntag schafft, dem Sabbat vergleichbar, Raum für Ruhe, Ruhe für die Feier des Lebens und familiäre und freundschaftliche Gemeinschaft.
Der Sonntag zeigt uns, dass Wert und Würde des Menschen nicht von seiner Leistungsfähigkeit abhängt. Für Protestanten kommt ein wichtiger Aspekt im Verständnis des Sonntags hinzu. Die evangelische Tradition wurzelt in der Erkenntnis Luthers, dass der Mensch nur durch den Glauben und durch die Gnade Gott nahe kommt. Es ist nicht seine Leistung, die ihn gerechter oder wertvoller vor Gott macht. Die sonntägliche Ruhe erinnert so daran, das Würde und Sinn eines menschlichen Lebens sich nicht in unentwegter Arbeit oder Leistung begründet oder gar darin erschöpfen können.
Wenn es um den Sonntag geht, ist für die Kirchen ein biblischer Text von zentraler Bedeutung: "Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele" (Die Bibel, das Evangelium nach Matthäus, Kapitel 16, Vers 26).
Feste und Feiern


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