Sonntag
Erklärung: Die schleichende Ökonomisierung des Sonntags stoppen!
Die Bremische Evangelische Kirche und die katholische Kirche in Bremen begrüßen das entschlossene Handeln der Deputation für Arbeit und Gesundheit, die Zahl der verkaufsoffenen Sonntage zu begrenzen. Diese mutige Korrektur des Senatsentwurfs ist nicht zuletzt der Initiative eines breiten Bündnisses aus Kirchen, Gewerkschaften und Politik zu verdanken. Obwohl mehrfach, gerade auch wieder in den letzten Tagen, als wirtschafts- und standortfeindlich gescholten, treten die beiden großen Kirchen deutlich für ihre Position ein:
• Sonntagsschutz heißt Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
• Sonntagsschutz heißt Schutz der durch das Grundgesetz garantierten gemeinsamen Ruhe- und Erholungszeiten unserer Gesellschaft.
In der nun wieder neu aufgeflammten Debatte wird wieder einmal deutlich: Nach wie vor fehlt für die konkrete Anwendung des Bremischen Ladenschlussgesetzes ein Kriterienkatalog. Es sollte genau definiert werden, welche Veranstaltungen Tradition haben und Besuchermagneten sind und welche nur zum Zwecke der Ladenöffnung künstlich ins Leben gerufen werden.
Die Kirchen betonen seit langem, dass sie zur Ausarbeitung derartiger Kriterien gerne ihren Beitrag leisten, denn sie legen Wert auf dauerhafte und transparente Regelungen. Immer wieder neue Ausnahmen dürfen nicht die Regel werden. Der Sonntag muss ein verlässlicher Erholungstag bleiben.
Wir appellieren an die politisch Verantwortlichen in Senat und Bürgerschaft, in ihrer bevorstehenden Beschlussfassung die schleichende Ökonomisierung des Sonntags zu stoppen und ein klares Zeichen für einen nachhaltigen Sonntagsschutz zu setzen.
Pastor Renke Brahms
Schriftführer in der Bremischen Evangelischen Kirche
Propst Ansgar Lüttel
Katholische Kirche in Bremen


kirche-bremen
de