Weihnachten
Bräuche
Weihnachtsbaum
Dem Weihnachtsbaum oder Christbaum liegt ein alter Brauch zugrunde, der in vielen Völkern bekannt war. In der dunklen Winterzeit oder zur Wintersonnenwende wurden die Häuser mit wintergrünen Zweigen geschmückt als Ausdruck der Hoffnung auf neues Leben. Die Römer hingen in ihre Häuser Kränze aus Lorbeerzweigen. Im mittelalterlichen Deutschland verwendete man z.B. Wacholder, Mistel, Tanne oder Fichte.
Der Weihnachtsbaum wie wir ihn kennen wurde ursprünglich bei Krippenspielen bzw. Paradiesspielen in den Kirchen als Lebensbaum oder Paradiesbaum verwendet. Seit dem 16. Jahrhundert fand er seine Verbreitung in den Zünften, beim Adel und dann in der bürgerlichen Oberschicht. Ab dem 19. Jahrhundert findet er als geschmückter Baum mit Kerzenlicht seinen Einzug in die Weihnachtsfeiern breiter Bevölkerungsschichten.
Kerzenlicht
Auch das Licht der Kerzen, mit denen der Weihnachtsbaum geschmückt wird, symbolisiert seit alten Zeiten die Hoffnung auf neues Licht in der dunklen Jahreszeit und neue Wärme nach einem kalten Winter. Das Kerzenlicht schafft eine Verbindung auch zum Geburtsfest Jesu. Im Johannesevangelium heißt es über Jesus: „Ich bin das Licht der Welt!“ (Johannesevangelium, Kapitel 8, Vers 2). Schon in den Büchern des Mose in der jüdischen Bibel offenbart sich Gott in Feuer und Licht. So erinnert das Kerzenlicht daran, dass Gott in die Welt kommt, verborgen in der Dunkelheit bei den Menschen ist und sie ins Licht führt. Das neugeborene Jesuskind symbolisiert den Sieg des Lichtes über die Dunkelheit.
Geschenke
Die Advents- und die Weihnachtszeit gehören nicht zuletzt darum zu den beliebtesten Festen, weil Menschen sich in dieser Zeit Geschenke machen. Über die materielle und praktische Bedeutung der Geschenke hinaus werden damit auch die tiefen Wünsche nach Frieden und Versöhnung ausgedrückt und die Beziehungen zwischen Menschen gestärkt oder erneuert.
Für Christen haben Geschenke auch eine religiöse symbolische Bedeutung, als Zeichen, dass Gott Schuld vergibt und allen Menschen Leben und Würde schenkt. Darum blicken viele Menschen gerade in der Weihnachtszeit und beim Schenken über Familie und Freunde hinaus und beschenken andere Menschen in Form von Spenden - bei uns und in anderen Teilen der Welt. Die Bescherung findet traditionell im Lichte des Weihnachtsbaumes am Heiligabend statt und bringt - nicht nur - Kinderaugen zum Leuchten.
Gottesdienst & Krippenspiele
Viele Menschen verbinden das Weihnachtsfest mit dem Besuch eines Gottesdienstes, um in der besonderen Atmosphäre und des Lichtes der Kirchen innezuhalten, Ruhe zu finden, mit anderen Menschen zu feiern und Weihnachtslieder zu singen. Mehrere Gottesdienste und Krippenspiele am Heiligabend laden dazu ein.
Krippenspiele
In Krippenspielen wird die Geschichte der Geburt Jesu im Gottesdienst aufgeführt. Vielfach wird dies mit Kindern des Kindergartens und Jugendlichen im Konfirmandenalter mit viel Phantasie und in unsere Zeit übertragen inszeniert. Krippenspiele finden meist am Nachmittag des Heiligabends statt und sind gut besucht. Darum werden sie teils auch mehrfach oder an einem der letzten Adventssonntage aufgeführt. Sie sind besonders bei Familien mit jüngeren Kindern beliebt.
Christvesper nennt man den Gottesdienst am Nachmittag des Heiligabends - oft gegen 17 Uhr. Christmette heißt der Gottesdienst am frühen Abend des Heilig Abend, vielfach um 19 oder 20 Uhr. In diesen beiden Gottesdiensten wird meist die Geburtsgeschichte Jesu gelesen bzw. biblische Texte im Zusammenhang mit ihr. Sie wird in einer Weihnachtspredigt ausgelegt. Auch besteht viel Gelegenheit zum gemeinsamen Singen von Weihnachtsliedern und zum Gebet. Diese Gottesdienste besuchen gerne Erwachsene und Familien mit älteren Kindern. Die Christnacht beginnt am späten Abend des Heilig Abend - meist zwischen 22 und 23 Uhr. Dies ist ein Gottesdienst, der oft musikalisch und meditativ gestaltet wird. Er wird meist von Erwachsenen und älteren Jugendlichen besucht.
Friedenslicht aus Bethlehem
Das Friedenslicht aus Bethlehem ist längst zu einem besonderen Symbol in der Weihnachtszeit geworden. Es wird in Bethlehem in der Adventszeit entzündet und an Pfadfinder und Pfadfinderinnen aus ganz Europa und darüber hinaus weitergereicht. An Weihnachten brennt das Licht dann auch in Deutschland in vielen Häusern, Kirchen und öffentlichen Einrichtungen. mehr
Dem Weihnachtsbaum oder Christbaum liegt ein alter Brauch zugrunde, der in vielen Völkern bekannt war. In der dunklen Winterzeit oder zur Wintersonnenwende wurden die Häuser mit wintergrünen Zweigen geschmückt als Ausdruck der Hoffnung auf neues Leben. Die Römer hingen in ihre Häuser Kränze aus Lorbeerzweigen. Im mittelalterlichen Deutschland verwendete man z.B. Wacholder, Mistel, Tanne oder Fichte.
Der Weihnachtsbaum wie wir ihn kennen wurde ursprünglich bei Krippenspielen bzw. Paradiesspielen in den Kirchen als Lebensbaum oder Paradiesbaum verwendet. Seit dem 16. Jahrhundert fand er seine Verbreitung in den Zünften, beim Adel und dann in der bürgerlichen Oberschicht. Ab dem 19. Jahrhundert findet er als geschmückter Baum mit Kerzenlicht seinen Einzug in die Weihnachtsfeiern breiter Bevölkerungsschichten.
Kerzenlicht
Auch das Licht der Kerzen, mit denen der Weihnachtsbaum geschmückt wird, symbolisiert seit alten Zeiten die Hoffnung auf neues Licht in der dunklen Jahreszeit und neue Wärme nach einem kalten Winter. Das Kerzenlicht schafft eine Verbindung auch zum Geburtsfest Jesu. Im Johannesevangelium heißt es über Jesus: „Ich bin das Licht der Welt!“ (Johannesevangelium, Kapitel 8, Vers 2). Schon in den Büchern des Mose in der jüdischen Bibel offenbart sich Gott in Feuer und Licht. So erinnert das Kerzenlicht daran, dass Gott in die Welt kommt, verborgen in der Dunkelheit bei den Menschen ist und sie ins Licht führt. Das neugeborene Jesuskind symbolisiert den Sieg des Lichtes über die Dunkelheit.
Geschenke
Die Advents- und die Weihnachtszeit gehören nicht zuletzt darum zu den beliebtesten Festen, weil Menschen sich in dieser Zeit Geschenke machen. Über die materielle und praktische Bedeutung der Geschenke hinaus werden damit auch die tiefen Wünsche nach Frieden und Versöhnung ausgedrückt und die Beziehungen zwischen Menschen gestärkt oder erneuert.
Für Christen haben Geschenke auch eine religiöse symbolische Bedeutung, als Zeichen, dass Gott Schuld vergibt und allen Menschen Leben und Würde schenkt. Darum blicken viele Menschen gerade in der Weihnachtszeit und beim Schenken über Familie und Freunde hinaus und beschenken andere Menschen in Form von Spenden - bei uns und in anderen Teilen der Welt. Die Bescherung findet traditionell im Lichte des Weihnachtsbaumes am Heiligabend statt und bringt - nicht nur - Kinderaugen zum Leuchten.
Gottesdienst & Krippenspiele
Viele Menschen verbinden das Weihnachtsfest mit dem Besuch eines Gottesdienstes, um in der besonderen Atmosphäre und des Lichtes der Kirchen innezuhalten, Ruhe zu finden, mit anderen Menschen zu feiern und Weihnachtslieder zu singen. Mehrere Gottesdienste und Krippenspiele am Heiligabend laden dazu ein.
Krippenspiele
In Krippenspielen wird die Geschichte der Geburt Jesu im Gottesdienst aufgeführt. Vielfach wird dies mit Kindern des Kindergartens und Jugendlichen im Konfirmandenalter mit viel Phantasie und in unsere Zeit übertragen inszeniert. Krippenspiele finden meist am Nachmittag des Heiligabends statt und sind gut besucht. Darum werden sie teils auch mehrfach oder an einem der letzten Adventssonntage aufgeführt. Sie sind besonders bei Familien mit jüngeren Kindern beliebt.
Christvesper nennt man den Gottesdienst am Nachmittag des Heiligabends - oft gegen 17 Uhr. Christmette heißt der Gottesdienst am frühen Abend des Heilig Abend, vielfach um 19 oder 20 Uhr. In diesen beiden Gottesdiensten wird meist die Geburtsgeschichte Jesu gelesen bzw. biblische Texte im Zusammenhang mit ihr. Sie wird in einer Weihnachtspredigt ausgelegt. Auch besteht viel Gelegenheit zum gemeinsamen Singen von Weihnachtsliedern und zum Gebet. Diese Gottesdienste besuchen gerne Erwachsene und Familien mit älteren Kindern. Die Christnacht beginnt am späten Abend des Heilig Abend - meist zwischen 22 und 23 Uhr. Dies ist ein Gottesdienst, der oft musikalisch und meditativ gestaltet wird. Er wird meist von Erwachsenen und älteren Jugendlichen besucht.
Friedenslicht aus Bethlehem
Das Friedenslicht aus Bethlehem ist längst zu einem besonderen Symbol in der Weihnachtszeit geworden. Es wird in Bethlehem in der Adventszeit entzündet und an Pfadfinder und Pfadfinderinnen aus ganz Europa und darüber hinaus weitergereicht. An Weihnachten brennt das Licht dann auch in Deutschland in vielen Häusern, Kirchen und öffentlichen Einrichtungen. mehr
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