Vorbereitung der Trauung
Die Anmeldung
Sie melden den Wunsch einer Trauung im Gemeindebüro Ihrer Kirchengemeinde an. Wenn Ihnen der Pastor / die Pastorin bekannt ist, können Sie auch direkt Kontakt mit ihm / ihr aufnehmen. Tun sie dies so frühzeitig wie möglich, denn Ihr Wunschtermin kann in Hochzeitmonaten wie dem Mai möglicherweise schnell vergeben sein. In der Woche vor Ostern (Karwoche) und an einigen Festtagen sind keine Trauungen möglich.
Sprechen Sie auch bei Musikwünsche möglichst frühzeitig (Faustregel; spätestens vier Wochen vorher) mit dem Musiker / der Musikerin der Gemeinde ab, was möglich ist. Bei manchen Stücken bzw. Instrumenten und Solisten muss das rechtzeitig geplant und geprobt werden.
Wenn Sie eine andere Kirche als ihre Gemeindekirche wählen möchten, ,klären Sie auch hier frühzeitig ob dies dort und zum gewünschten Termin möglich ist. Besprechen Sie auch, ob Ihr Gemeindepastor / Pastorin sie dorthin begleitet, oder ob die Trauung durch den dortigen Pastor / die dortige Pastorin vorgenommen wird. Im letzteren Fall erhalten sie in Ihrer zuständigen Kirchengemeinde eine Bescheinigung (ein sogenanntes „Dimissoriale“) darüber, die Trauung durch den Pastor einer anderen Gemeinde durchführen zu lassen.
Bei Paaren verschiedener Konfession: Planen Sie eine Trauung unter Beteiligung eines katholischen oder orthodoxen Pfarrers / Priesters, beziehen sie ihn von Anfang an auch in die Terminplanung und Gespräche mit ein.
Mehr dazu finden Sie unter "Häufige Fragen"
Das Traugespräch
Der Pastor / die Pastorin trifft sich mit dem Brautpaar zur Vorbereitung der Trauung. Es geht hierbei um die Gestaltung des Gottesdienstes Sie sprechen auch darüber, in welcher Form Sie sich das Trauversprechen geben wollen. Sie wählen allein oder mit Hilfe des Pastors / der Pastorin einen Trauspruch aus der Bibel aus, der sie wie ein Lebensmotto zukünftig begleiten soll.
Es geht in dem Gespräch aber auch um das Paar selbst: Z. B. wie sich beide kennen gelernt haben, was ihnen an einander wichtig ist und was sie von ihrer Beziehung erwarten. Sofern der Pastor / die Pastorin das Paar nicht kennt, erhält er in dem Gespräch wichtige Informationen für die persönliche Gestaltung des Gottesdienstes und der Ansprache.
Brautpaar, Verwandte und Freunde können im Gottesdienst mitwirken, indem z.B. das Brautpaar sein Trauversprechen selbst formuliert, , Freunde oder Verwandte gute Wünsche für das Brautpaar im Gebet sprechen, Lesungen übernehmen oder selbst musizieren. Sprechen Sie alles - auch eventuelle „Überraschungen“ für das Brautpaar - mit dem Pastor / der Pastorin ab, damit alles gut im Einklang mit dem Ablauf und der Atmosphäre des Gottesdienstes steht.
Darüber hinaus bietet das Gespräch mit dem Pastor / der Pastorin auch eine gute Gelegenheit, über die Fragen des Glaubens, der Ehe und der Lebensplanung ins Gespräch zu kommen. Oft wird im Umfeld der Hochzeit über Lebensziele und die Bedeutung des christlichen Glaubens neu nachgedacht. Und nicht selten finden Hochzeiten im Zusammenhang mit der Geburt eines Kindes statt. Hier finden Sie in dem Pastor / der Pastorin eine/n wertvolle/n Gesprächspartner/in. Auch können Sie etwas über die Angebote ihrer Kirchengemeinde für junge Familien und Kinder erfahren, oder über die Möglichkeit, die Trauung auch mit der Taufe eines Kindes zu verbinden.
Das Brautpaar kann sich auf das Gespräch mit folgenden Fragen vorbereiten:
• Gibt es einen Bibelspruch, einen Liedvers oder sonst einen Text, der Ihnen viel bedeutet? (Trauspruch)
• Wollen Sie Lieder und Musik mit auswählen? Welche Lieder sollen gesungen werden?
Wünschen Sie neben der Orgelmusik weitere musikalische Begleitung?
• Sollen Verwandte und Freunde den Gottesdienst mit gestalten?
Welche Wünsche wollen Sie in einem Gebet füreinander zum Ausdruck bringen.
Oder: Wollen Sie Angehörige und Freunde bitten, Wünsche zu sammeln, die in ein Gebet einfließen sollen?
Wofür soll die Geldsammlung (Kollekte) am Ende des Gottesdienstes verwendet werden?
• Welche Blumen wünschen Sie sich in der Kirche? Wer schmückt die Kirche?
Wer gestaltet die Liedblätter?
• Ist es üblich von der Gemeinde ein Geschenk zu erhalten? Eine Hochzeitsbibel, ein Gesangbuch, eine Traukerze?
• Ist ein Empfang im Anschluss an den Gottesdienst vorgesehen und möglich?
• Sind Foto- bzw. Videoaufnahmen möglich und von welchem Standort aus?
Dokumente
Zum Traugespräch sollten Sie beide folgende Unterlagen mitbringen:
• Geburtsbescheinigung
• Taufbescheinigung
• Konfirmationsbescheinigung
• Heiratsurkunde: Vergessen Sie bitte nicht dem Pastor / der Pastorin die die Heiratsurkunde zu geben – spätestens vor dem Traugottesdienst. Denn für die Kirche ist die Heirat auf dem Standesamt auch kirchenrechtlich verbindlich. Erst wenn ein Paar standesamtlich verheiratet ist, kann die kirchliche Trauung gefeiert werden.
Weitere Anregungen und Beispiele für die Vorbereitung und Gestaltung rund um den Traugottesdienst finden Sie unter:
http://www.trauspruch.de/
hochzeit-trauung.de
Buchtipp zur Planung einer Trauung: Maibaum, Das Traubuch - ausleihbar in der Landeskirchlichen Bibliothek.
Checkliste zur Vorbereitung einer Trauung
Die Hochzeit und Trauung sollte frühzeitig geplant werden. Die folgende Checkliste zum Herunterladen hilft Ihnen dabei.
In Bremen: Infos zur standesamtlichen Eheschließung und Infos zur Anmeldung einer gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft
Bei Fragen der Ehe, Partnerschaft und Schwangerschaft hilft die Familien- und Lebensberatung der Bremischen Evangelischen Kirche.


kirche-bremen
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