Kirchengemeinde in der Neuen Vahr
Dreifaltigkeitskirche
Der lange verzögerte Bau eines wirklichen Gemeindezentrums hat die junge Mannschaft auf eine harte Probe gestellt. Mehr als vier Jahre ist eine Kirchenbaracke ihr Versammlungsraum gewesen. Als „wache Gemeinde, die auch das Experiment wagt und den Mut hat, auf traditionellem Fundament Neues zu wagen“, hat sie das Beste aus dieser Situation herausgeholt. Die Menschen, an die sie sich wenden wollte, bezeichnete der 1966 eingeführte Pastor Elmar Dornhöfer als „die Frommen und auch die, die meinen, niemals fromm werden zu können“. Geborgenheit, Lebenssinn und Mut zur Freiheit: dies solle in dem neuen Kirchenzentrum wachsen. 1967 wurde es eingeweiht.
Als steinernes Symbol der Heiligen Dreifaltigkeit verstand der Architekt Peter O. Ahlers das dreieckige Bauwerk mit dem schräg abfallenden Dach, dessen Tür sich einladend zur Straßenseite hin öffnet. Die Hauptstütze der zeltartigen Konstruktion ist ein 26 Meter hohes und 30 Tonnen schweres Betonkreuz, das am Bauplatz gegossen wurde. Die Glasfenster von Georg Höge entworfen, lassen das Licht sparsam durch die Seitenwände einfließen. An der dreiteiligen Wand hinter dem Altar befindet sich die Andeutung eines Lebensbaumes, eine Arbeit von Paul Halbhuber; die Früchte stehen für den zwölfköpfigen Jüngerkreis Jesu. Altar und Kanzel sind gegenüber den Sitzgruppen der Gemeinde nur wenig erhöht. So kann ein Gefühl der Distanz nicht aufkommen. 1970 hat die Dreifaltigkeitskirche eine Kleuker-Orgel erhalten. 1981 übernahm mit Ulrike Hardow und Wilfried Preuss-Hardow erstmals in der Bremischen Evangelischen Kirche ein Theologenehepaar gemeinsam den Pfarrdienst.
25 Jahre nach ihrer Gründung hatte sich die Gemeinde zu einem blühendem Treffpunkt im Südosten des Stadtteils entwickelt. Kindergarten und Jugendbereich, Kirchenmusik, Seminare und Seniorenkreis fanden regen Zuspruch bei jung und alt. Eine engagierte Arbeit für Frieden und Versöhnung brachte internationales Flair in den Wohnbezirk. Die Zukunft kirchlicher Arbeit in der Vahr sehen die Verantwortlichen in der immer schon regen, jetzt aber zu verdichtenden Zusammenarbeit mit den anderen Kirchengemeinden des Stadtteils.


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