kurz & gut
Dienstag, 20. März 2012
Passionszeit – das Weizenkorn fällt in die Erde
Über dieser Woche des Kirchenjahres steht das folgende Wort Jesu aus dem 12. Kapitel des Johannes-Evangeliums:
"Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht." (Joh. 12,24)
Die Erde. Jetzt, im Frühjahr, werden die Schlangen an den Kassen der Garten-Center wieder länger. Es ist die Zeit des Säens und Pflanzens. Zeit intensiver Vorbereitung für alle, die sich später an Blüten und Früchten erfreuen wollen. Wer im Herbst ernten will, der muss jetzt sehen, dass er die Saat in die Erde bekommt. Und zwar in die richtige Erde. Pflanzen sind da mitunter wählerisch und stellen bisweilen hohe Ansprüche an die Erde.
Ist sie zu trocken, zu nass, zu sauer oder zu nährstoffarm, dann stirbt der Samen ab oder die spätere Frucht taugt nichts und erweist sich als der Mühe nicht wert.
"Seltene Erden" braucht man dazu glücklicherweise nicht. Die werden inzwischen knapp und teuer, weil sie auf Erden selten vorkommen, anderseits aber kein Handy und kein Computer ohne sie auskommen.
Die Gartenmärkte hingegen sind jetzt bestens sortiert mit Erden und Kompost, Dünger und mit guten Ratschlägen. In den Kleingärten setzt mit den ersten warmen Tagen nach langer Winterpause schlagartig neues Leben ein. Menschen mit grünen Daumen und andere mit grünen Träumen wenden sich hoffnungsvoll der Erde zu.
Jesus sagt: Auch in der besten Erde der Welt, gewissermaßen maßgeschneidert für das Weizenkorn, muss dieses eine Korn sterben. Nur so kann aus ihm neues Leben entstehen. Mit vielfacher Frucht. Die freilich nur wächst und gedeiht, wenn die Erde stimmt. Das Umfeld. Der Nährboden, aus dem alles wächst und in den hinein alles wieder vergeht.
Das eine Saatkorn aber muss sich opfern für das Überleben der Art. Dazu muss es in die Erde gelegt werden. In gute Erde. Gezielt und mit Absicht und mit Herzensblut. Und aus seinem Vergehen erwächst die Frucht, keimt das Leben aus dem Tod.
"Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht."
Zum Herunterladen:


kirche-bremen
de