Öko-faire Kirchen in Bremen und ökumenische Beziehungen
Gemeinden trinken fairen Kaffee - Aktion von Brot für die Welt
Fair gehandelter Kaffee in den Kirchen
War Kaffee ursprünglich eine Luxusware, so ist es mittlerweile ein billiges Massenprodukt geworden. Etwa 100 Liter im Jahr trinkt jede/r bei uns in Deutschland. Doch Kaffee ist nur so günstig zu haben, weil die ProduzentInnen und ArbeiterInnen sehr niedrige Löhne erhalten, von denen sie kaum leben können.
In den Kirchen wuchs daher die Erkenntnis, dass gerade Kirche nach sozialen und ökologischen Kriterien handeln sollte. Denn wer sich für mehr Fairness und Gerechtigkeit weltweit einsetzt und sie zugleich in den eigenen Reihen praktiziert, der setzt starke und glaubwürdige Signale. Dies führte schließlich zur Aktion "Fairer Kaffee in die Kirchen":
Anstoß für die Aktion war der Evangelische Kirchentag 2001 in Frankfurt. Damals hatten Vertreter einiger Landeskirchen festgestellt, dass selbst da, wo die Kirche als Veranstalter auftritt, die Verpflegung nicht nach fairen Kriterien ausgerichtet ist. Daraufhin wurde die Aktion "Fairer Kaffee“ im November 2002 ins Leben gerufen. Damals appellierte die EKD-Synode an die Gliedkirchen und Gemeinden, "den Fairen Handel weiterhin und verstärkt zu fördern als Zeichen der Solidarität und als Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung".
Die Aktion "Fairer Kaffee in die Kirchen"
Diese Aktion von Brot für die Welt unterstützt diakonische Einrichtungen und kirchliche Verwaltungen, ihre Beschaffung auf fair gehandelte Produkte umzustellen. Die Großverbraucher-Aktion bietet gemeinsam mit der GEPA Information, Verkostung, Beratung und Kundenservice speziell für Gemeinschaftsverpflegung, Kantinen und Cafés an.
Zahlreiche Einrichtungen, Tagungshäuser und Verwaltungen aus Diakonie und Kirche haben bereits
ihren Ausschank auf fair gehandelten Kaffee umgestellt – und machen damit gute Erfahrungen.
Die Kampagne „2.000 Gemeinden trinken fairen Kaffee“
Die Kampagne "Gerecht genießen - 2.000 Gemeinden trinken fair" zielt entsprechend auf die Kirchengemeinden ab. Seit 2005 ruft „Brot für die Welt“ Gemeinden und kirchliche Einrichtungen auf, bei ihren Veranstaltungen nur noch fair gehandelten Kaffee auszuschenken. Das Ziel ist längst erreicht und überschritten. Die Kampagne wurde im Februar 2011 in Bremen abgeschlossen.
Als 2000. Kirchengemeinde wurde die evangelische Martin-Luther-Gemeinde in Bremen-Finndorf ausgezeichnet, die nur noch fair gehandelten Kaffee ausschenkt. Es ist aber nicht zu spät, um mitzumachen. Auch weiterhin erhalten Gemeinden, die „Brot für die Welt“ einen entsprechenden Beschluss ihres Leitungsgremiums senden, die Teilnahme-Plakette für Gemeindehaus oder Kirche. Und im Internet wird bis Sommer 2011 weiter gezählt. Auf die 2.222 Gemeinde wartet eine kleine Überraschung ...
Wenn Sie in Ihrer Gemeinde oder Einrichtung fair gehandeltn Kaffee verwenden möchten, finden Sie hier weitere Auskunft zum Beziehen solcher Produkte:
„Eine-Welt-Aktion Bremen e.V.“, Frau Stemmer, Kornstr. 283, 28201 Bremen, Tel.: 0421 5579 678, E-Mail: ewabremen
nord-com
net, Web: www.ewa-bremen.de
und hier weitere Infos zur Aktion "Fairer Kaffee in den Kirchen" von Brot für die Welt:
Diakonisches Werk Bremen - Brot für die Welt, Frau Hesse, Contrescarpe 101, 28195 Bremen, Tel.: 0421 16 38 40, E-Mail: Hesse
diakonie-bremen
de, Web: http://www.brot-fuer-die-welt.de/bremen/
Weiterführende Links
Fairer Handel in den Kirchen –Aktion von Brot für die Welt
Kampagne 2.000 Gemeinden trinken fairen Kaffee
Brot für die Welt Bremen
Linksammlung „Öko-faire Kirchen“

