Biblische Geschichte / Religionskunde
2: Ein Unterrichtsfach mit einer langen Geschichte
Die Wurzeln der "Biblischen Geschichte" reichen aber viel weiter zurück. Im pädagogischen Schrifttum des 18. und 19. Jahrhunderts taucht dieser Name schon auf. Die Etablierung als eigenständiges Fach ist aber erst später anzusetzen.
Den Anstoß hierfür gaben am Übergang zum 19. Jahrhundert zwei pädagogisch engagierte Pastoren, Ewald und Häfeli. Die beiden wollten neue Wege gehen und gründeten eine private Versuchsschule. In dieser sollten Kinder aller Bekenntnisse gemeinsam unterrichtet werden. - Damals waren die meisten Schulen in kirchlicher Trägerschaft und streng nach Lutherischen und Reformierten getrennt. - Konfessionelle Streitigkeiten sollten aus der Versuchsschule herausgehalten und in Sachen Religion wollte man allein die "Bibelgeschichte" zur Grundlage machen.
Es ist dann ganz wesentlich auf Bürgermeister Johann Smidt (1773 - 1857) zurückzuführen, dass die Schüler auch in den ersten staatlichen Volksschulen nicht nach lutherischer und reformierter Konfession getrennt wurden.
Um den Biblischen Geschichtsunterricht ist bis heute viel gestritten worden. Das hängt ganz wesentlich damit zusammen, dass die in die Landesverfassung eingeschriebene Definition des Faches eine Kompromissformel ist.
Dieser Artikel ist in Anlehnung an Manfred Spieß
formuliert.


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