Gefängnisseelsorge der Justizvollzugsanstalt Bremen-Oslebshausen
Schwerpunkte der Gefängnisseelsorge
Seelsorgerliche Einzelgespräche
In einem Gespräch unter vier Augen kann jede/r loswerden, was ihm/ihr auf der Seele liegt. Wir sprechen über die Haftsituation, Lebenskrisen oder Konflikte im Gefängnis, über Schuldgefühle, Ängste und Hoffnungen im Zusammenhang mit einer Straftat, über den eigenen Glauben, die Suche nach Gott, und darüber wie man Halt im Glauben finden kann, alleine und gemeinsam mit anderen. Schweigepflicht und Beichtgeheimnis geben dem Gefangenen die Sicherheit, über alles ohne Angst sprechen zu können.
GesprächsgruppenHier wird über Themen gesprochen, die sich um das Leben im Gefängnis drehen, um Glauben, Religion und Kirche(n), aber auch um Aktuelles Draußen und Drinnen. Die Gruppen sind auch ein Übungsfeld, insbesondere für Jugendliche, aufeinander zu hören, Konflikte ohne Gewalt regeln zu lernen und Beziehungen aufzubauen. In den Gruppen begegnet einem eine andere Atmosphäre: Das beginnt bei der Gestaltung des Raumes im Gegensatz zu vielen kalten Wänden und reicht bis zu einem Stück Freundlichkeit und Wärme im Umgang, während unter den Insassen sonst rauere Umgangsformen herrschen.
Als evangelische und katholische Seelsorger arbeiten wir eng zusammen und feiern unsere Gottesdienste ökumenisch. Sie sind offen für Christen und Christinnen der unterschiedlichen Glaubensrichtungen und laden darüber hinaus alle ein, die nach Gott, nach Ruhe, nach Gemeinschaft suchen. Wir beten, lesen in der Bibel, hören Musik oder singen, und sprechen miteinander. Alles findet im Rahmen einer einfachen Liturgie statt, so dass die Schwelle zur Teilnahme niedrig ist. Auch Angehörige anderer Religionen können dabei sein, ohne sich vereinnahmt zu fühlen. Und im Anschluss gibt es Kaffee und Kekse und die Möglichkeit zur Begegnung und zum Gespräch. Wir bieten auch Familiennachmittage an, die die Väter mit ihren Frauen und Kindern von draußen verbringen können.



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