Gefängnisseelsorge der Justizvollzugsanstalt Bremen-Oslebshausen
Was können wir tun - draussen und drinnen?
Strafgefangene stehen am Rande der Gesellschaft.
Oft haben sie ihren Teil dazu beigetragen. Vielfach ist ihre Straftat aber auch das vorläufige Ende einer Entwicklung von Kindheit an, in der Vernachlässigung, Suchterkrankung, Gewalt und Perspektivlosig- keit das Leben bestimmt. Schuld ist nicht nur das Ergebnis individueller Entscheidung - sie produziert sich immer wieder neu auch in gesellschaftlichen Strukturen von Armut und Ungleichheit, die den Guten nicht gut sein lassen.
Oft haben sie ihren Teil dazu beigetragen. Vielfach ist ihre Straftat aber auch das vorläufige Ende einer Entwicklung von Kindheit an, in der Vernachlässigung, Suchterkrankung, Gewalt und Perspektivlosig- keit das Leben bestimmt. Schuld ist nicht nur das Ergebnis individueller Entscheidung - sie produziert sich immer wieder neu auch in gesellschaftlichen Strukturen von Armut und Ungleichheit, die den Guten nicht gut sein lassen.
Das gesellschaftliche Klima hat sich gewandelt.
Es herrscht Angst vor Terrorismus, die Kassen sind leer und das Bedürfnis nach Sicherheit wächst. Mehr Geld und Personal für Strafgefangene erscheinen als Luxus. Jedoch: Ist es sicherer Menschen zu entlassen, die mit Wut und Perspektivlosigkeit in die Freiheit gehen? Suchen wir der Stadt Bestes? Dann brauchen auch Strafgefangene eine Chance - drinnen wie draußen. Und nach wie vor gilt der Satz von Victor Hugo:
"Der Zivilisationsstand eines Volkes ist nicht am Zustand seiner Kirchen, sondern am Zustand seiner Gefängnisse zu beurteilen."
Gefängnisseelsorge



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