Bläserchor der Martin-Luther-Gemeinde Findorff
Posaunen verbinden Menschen
Posaunen beleben Gemeinde und Stadtteil
Im Bläserchor verbindet sich ein Stück Gemeinde- und Stadtteilgeschichte. Seit den Anfängen der Martin-Luther-Gemeinde im Luther-Gemeinde-Verein erklangen ab 1920 die Posaunen. Und seit der Eröffnung der Findorffer Kirche 1961 wurde der Bläserchor auch im wachsenden Stadtteil zunehmend öffentlich hörbar. Er zählt damit zu den ältesten Einrichtungen der Gemeinde.
Seitdem zieht der Bläserchor Menschen aus dem Stadtteil und darüber hinaus in die Gemeinde. Manche Chormitglieder sind in Findorff aufgewachsen und spielen seit vielen Jahren im Chor, selbst wenn sie schon längst in einem anderen Stadtteil leben. Zu allen Zeiten war der Gemeindekantor ein wichtiger Motivator, wenn er in Gemeindegruppen, im Kindergarten oder in der Schule Jungen und Mädchen unterrichtete, für die Musik begeisterte und ihnen Instrumente zur Verfügung stellte. Und so mancher fand im Erwachsenenalter im Bläserchor eine neue Gruppe zum Musizieren, z.B. wenn sich eine frühere Band aufgelöst hatte.
Der Bläserchor ist als Botschafter der Gemeinde im ständigen Wandel begriffen. In den vergangenen Jahrzehnten sind etwa 100 Menschen durch diesen Chor gegangen. Bis heute lebt der Findorffer Bläserchor von der Beständigkeit seines festen Mitgliederkerns, der gleichzeitig offen ist für neue Mitglieder, die hier musikalisch heranwachsen können.
Gott zur Ehre – den Menschen zur Freude
Das Posaunespielen zieht Besucher in den Gottesdienst, die sonst nicht in die Kirche gehen würden. Die Klänge der Posaunen erschließen neue Ausdrucksformen der Meditation und des Glaubens in den Gottesdiensten und lassen die Menschen am Reichtum der Musik aus verschiedenen Jahrhunderten teilhaben. Selbst aktiv in einem Bläserchor mitspielen heißt, eine tiefe Freude an der Musik und mit den musizierenden Menschen zu erfahren, mit den großen Themen des Glaubens und der Bibel in Berührung zu kommen, die festliche Atmosphäre der Kirche zu erleben und dabei der Seele etwas Gutes zu tun.
Posaunen verbinden jung und alt
Bläserchöre gleichen Freundeskreisen und Generationentreffs. Es gibt nicht mehr viele Orte, an denen sich Menschen im Alter zwischen Teenagern und Urgroßeltern begegnen können. Im gemeinsamen Proben und Musizieren, an den geselligen Abenden, auf Ausflügen und den beliebten Probenwochenenden wächst man zusammen und schließt Freundschaft. Die Mitglieder des Martin-Luther-Bläserchores drücken aus, was ihnen der Chor gibt: „Ich finde einen Ausgleich zum Beruf.“ – „Musik ist Balsam für die Seele, wenn ich durchhänge.“ – „Ich kann mich auf etwas Positives konzentrieren.“ – "Ich habe hier neue Freunde gefunden, als ich fremd in der Stadt war.“ – „Ich kann einmal in der Woche etwas ganz anderes machen.“ – „Ich habe Gottesdienste für mich entdeckt.“ - „Ich konnte umsonst ein Instrument erlernen.“ – „Ich empfinde es als Herausforderung, für unsere Auftritte zu proben.“ - „Ich habe meine Frau hier kennen gelernt.“ – „Ich will auch im Ruhestand weiter musizieren.“ – „Es macht mir einfach Spaß!“
Hörbeispiel 3:
Intrade in Jazz (Johannes Matthias Michel)
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