Mittwoch, 05. Januar 2022

4. Heinrich-Albertz-Symposium: Antje Boetius als Gastrednerin zur Klimakrise

Um an das Wirken von Heinrich Albertz (1915-1993) und dessen Engagement für Frieden und Sozialstaat zu erinnern, veranstalten der AWO Landesverband Bremen e.V., die Friedrich-Ebert-Stiftung und die Bremische Evangelische Kirche (BEK) das 4. Heinrich-Albertz-Symposium.

Der AWO Landesverbandes Bremen e.V., die Bremische Evangelische Kirche und die Friedrich-Ebert-Stiftung laden am Dienstag, den 11. Januar 2022 zum 4. Heinrich-Albertz-Symposium ein. Das Thema: „Mensch und Meer – die Rolle der Natur in der Bewältigung der Klimakrise“. Gastrednerin ist die Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts, Tiefseeforscherin Prof. Dr. Antje Boetius. Aufgrund der Pandemie findet die Veranstaltung als Zoom-Konferenz statt - Anmeldung

Die Begrüßung erfolgt durch den Vorsitzenden des AWO Landesverbands Bremen e.V., Dr. Uwe Lissau.  Im Anschluss an den Vortrag gibt es die Möglichkeit zur Diskussion im Chat, die von Dr. Dietmar Molthagen, Leiter des Julius-Leber-Forums der Friedrich-Ebert-Stiftung, moderiert wird. Das Schlusswort hält der Schriftführer der Bremischen Evangelischen Kirche, Pastor Dr. Bernd Kuschnerus.

Das Heinrich-Albertz-Symposium findet jährlich in Bremen statt, mit wechselnden thematischen Schwerpunkten und prominenten Gästen. Mit dem Thema und der diesjährigen Gastrednerin greift das Heinrich-Albertz-Symposium erneut ein aktuelles Thema auf.

Informationen zu Heinrich Albertz

Er war ein leidenschaftlicher Vertreter für Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Toleranz. Heinrich Albertz zählt zweifelsfrei zu den verdienstvollen Persönlichkeiten unseres Landes. Als Bundesvorsitzender der AWO prägte Heinrich Albertz die Arbeiterwohlfahrt von 1949 bis 1965 in besonderer Weise.

Als Sohn eines evangelischen Theologen wurde Albertz am 22. Januar 1915 in Breslau geboren. Er wuchs in einer frommen Familie auf und studierte in Breslau, Halle und Berlin Theologie. Als Pfarrer und engagiertes Mitglied der Bekennenden Kirche wurde Heinrich Albertz in der Nazizeit mehrfach verhaftet. Nach dem Krieg ging er in die Politik und wurde zunächst Flüchtlings- und später Sozialminister (SPD) in Niedersachsen. 1955 holte Willy Brandt ihn nach Berlin. Dort stieg er vom Senatsdirektor zum Innensenator auf und wurde im Dezember 1966, als Nachfolger Willy Brandts, regierender Bürgermeister. 1967 vollzog er aufgrund der Unruhen um den damaligen Schah-Besuch eine tiefgreifende politische Wende, trat von seinem Amt zurück und arbeitete wieder in seinem Beruf als Pfarrer. Heinrich Albertz blieb eine gewichtige politische Stimme, indem er zu einem der profiliertesten Köpfe der Friedensbewegung wurde. 1986 verließ er Berlin und zog mit seiner Ehefrau in ein Altenwohnheim nach Bremen, wo er am 18. Mai 1993 verstarb.

Pressekontakt:

AWO Bremen | Anke Wiebersiek | Telefon 0421-79 02-34 | Anke.Wiebersiek[at]awo-bremen.de.