Mittwoch, 10. Februar 2021

"Soviel Du brauchst..."- Klimafasten 2021

Mit dem Aschermittwoch am 17. Februar beginnt die Passions- und Fastenzeit. Bis Ostern bietet sie etwa sieben Wochen lang die Gelegenheit, alte Gewohnheiten auf den Prüfstand zu stellen, kürzer zu treten und sich mehr Zeit für Lebensfragen zu nehmen.

Unter dem Motto „Soviel Du brauchst…“ stellt die Aktion Klimafasten 2021 unseren Umgang mit Natur, Umwelt und Klima auf den Prüfstand. Im Mittelpunkt der diesjährigen Aktion steht das Wasser.

In der diesjährigen Fastenzeit vom 17. Februar bis zum 4. April können alle, die sich um das Klima und die Umwelt sorgen, besonders ihren Wasserverbrauch überprüfen und hinterfragen. Die Aktion lädt dazu ein, etwas für Leib und Seele tun, achtsamer zu werden im Umgang mit Ressourcen sowie sich selbst und ein bisschen auch die Welt zu verändern.

„Die Aktion Klimafasten möchte in diesem Jahr das kostbare Gut Wasser in den Blick nehmen. Die absterbenden Wälder und halbleere Talsperren im Sommer führen uns ganz drastisch vor Augen, welche Folgen der Klimawandel hat,“ so Irmgard Schwaetzer, Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). „Wenn wir weniger Wasser verbrauchen, dann schonen wir dieses wertvolle Gut und schützen das Klima.“ So komme es darauf an, im Alltag z.B. zum Kochen, Duschen, Wäsche waschen Wasser sparsam zu verwenden und dabei auch Energie zu sparen.

Wasser sei weltweit knapp, betont auch die Klimaschutzmanagerin der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK), Susanne Fleichmann. Ursache hierfür sei neben dem Klimawandel und der Bewässerung von Baumwoll- und Frucht-Monokulturen auch der gedankenlose Verbrauch in den reichen Ländern. "Wasser ist die Lebensgrundlage aller Menschen. Wir sollten sorgsam damit umgehen und es nicht verschwenden oder verschmutzen. Wie kostbar das Nass ist, haben wir ja auch hier im Norden in den letzten heißen Sommern schon erlebt. Die Landwirtschaft und die Wälder haben sehr unter der Trockenheit gelitten."

Auch weltweit nehme der Wasserstress in vielen Ländern zu. Die verheerenden Brände im Amazonas, Kalifornien oder Australien seien ein Zeichen dafür, so die Initiatoren der Aktion.

„Soviel Du brauchst …“, dieses Leitwort sei eine gute Richtschnur im Umgang mit Wasser und den täglichen Produkten, deren Herstellung viel Wasser verbraucht. Die Fastenzeit biete vielfältige Impulse, sich bewusst zu werden, was wir wirklich brauchen. Ein Impuls kann es sein, den persönlichen Wasserfußabdruck in den sieben Wochen zu verringern.

In den sechs weiteren Wochen der Fastenaktion geht es u.a. um sparsames Heizen, vegetarische Ernährung Mobilität oder Grundzüge des einfachen Lebens.

Präsenz-Veranstaltungen zur Fastenaktion gibt es in Bremen aufgrund der Pandemie in diesem Jahr nicht, aber diverse Online-Angebote, u.a. zu Insektenhotels, zu veganer Lebensweise, zum Wasserverbrauch, ein online-Beratungscafé rund um die Heizung, Infos zum ökologischen Fußabdruck, zum bewussteren Umgang mit digitalen Medien u.v.m.

„Jede und jeder kann mitmachen beim Klimafasten,“ betontSusanne Fleischmann, „die ganze Zeit oder auch nur einzelne Wochen. Welches Thema einen interessiert und wieviel Zeit man investieren möchte, entscheidet man selbst. Da gibt es kein enges Regelkorsett oder Denkverbote. Der eine kann nicht auf sein Auto verzichten, möchte aber gerne mal sein Kaufverhalten unter die Lupe nehmen. Die andere steigt gerne auf‘s Fahrrad um, isst aber lieber Brathähnchen statt Brokkoli.“ Es gehe nicht um Moralpredigten, sondern „die Lust auszuprobieren, was wir alle im Alltag für den Klimaschutz tun können“, so Fleischmann weiter. „Es geht nicht um Verzicht, sondern darum, selbst zu erleben, wie wohltuend und entlastend ein einfacher Lebensstil sein kann.“ Interessierte finden online eine Fastenbroschüre und viele Infos zu den Wochenthemen.

Kontakt:
Susanne Fleischmann,
Telefon: 0421/5597-334
klimaschutz[at]kirche-bremen.de