Vorträge & Diskussionen

Positionen

Die Reformation steht für den Übergang in eine neue Zeit. Die Kirche und die Menschen veränderten sich. Durch die Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern war es viel einfacher geworden, Flugschriften und Bücher und mit ihnen die Gedanken von Freiheit und Bildung zu verbreiten.

In einer Reihe von Vorträgen und Diskussionen wollen wir rund um das Reformationsjubiläum auf Spurensuche gehen: Was ist zur Zeit der Reformatoren im 16. Jahrhundert in den Köpfen passiert? Was können wir daraus für unsere Gegenwart heute lernen?

Für Spannung dürften die Ergebnisse des Schulwettbewerbs "Frei reden und frei glauben"  sorgen. Die besten Arbeiten Bremer Schülerinnen und Schüler ab Klasse 10 werden am Donnerstag, den 3. November in der Oberen Rathaushalle präsentiert und ausgezeichnet. Mit dabei: Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte und Bildungssenatorin Sascha Aulepp.

Rund um die Christuskirche Woltmershausen werden am Sonntag, den 30. Oktober von 15 bis 20 Uhr in der 95 Thesen Challenge. Ideen, Träume und Wünsche für eine bessere Welt in Freiheit und Verantwortung  gesammelt. Reformation bedeutet nie stehen zu bleiben. 1517 war es Martin Luther - heute sind wir an der Reihe, Altes um- und neu zu denken und die Freiheit zu bewahren Was wären heute 95 Thesen für die Stadt, den Stadtteil und das Zusammenleben? Was müsste sich ändern und wie kann man das zusammen erreichen?  Alle Ideen sind willkommen und werden an die Kirche gehängt.  Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt - das hätte Luther sehr gefallen! Am 31. Oktober werden die Thesen dann feierlich im Gottesdienst in Rablinghausen verlesen. Viva la Reformation!

Am Freitag, den 4. November kommt der bekannte PR-Profi und Buchautor Erik Flügge nach Bremen. Im Domkapitelsaal wird es um das Thema Reformation und Meinungsfreiheit gehen. Der überzeugte Katholik und engagierte Kritiker kirchlicher Strukturen Erik Flügge wurde vor allem bekannt durch sein Buch "Der Jargon der Betroffenheit: Wie die Kirche an ihrer Sprache verreckt".

Weiter geht es mit der Evangelischen Studierendengemeinde am Dienstag, den 8. November um 19.30 Uhr und Reformationstönen. Der ESG-Chor singt traditionelle und moderne Reformationslieder. An dem Abend soll es darum gehen, sich kritisch und konstruktiv mit dem Liedgut auseinanderzusetzen und es für die Gegenwart zu interpretieren. Anschließend get together im Foyer bei Wein, Wasser und Brezeln.

Die Druckmacher - zum Verhältnis von erster Medienrevolution und Revolution lautet der Titel eines Vortrages, den der bekannte Kirchenhistoriker und Autor Thomas Kaufmann am Mittwoch, den 9. November um 17 Uhr im evangelischen Informationszentrum Kapitel 8 hält. Um 20 Uhr referiert Kaufmann dann zum Thema Religion und Gewalt in der Reformationszeit.

Ebenfalls am Mittwoch, den 9. November gibt es um 19 Uhr in Oberneuland den Diskussionsabend "Ungleiche Geschwister - Katholiken und Protestanten am Beginn der Neuzeit". Im Gespräch mit dem Bremer Althistoriker Hans Kloft soll es um Voraussetzungen und Folgen der Reformation in Bremen und in Norddeutschland gehen.

Die historische Gesellschaft Wittheit zu Bremen veranstaltet im Haus der Wissenschaft vier Vorträge zur Reformationszeit in Bremen und ihren Rahmenbedingungen. Zu Gast sind renommierte Reformatiosforscherinnen und -forscher.

Was macht die Angst mit meiner Seele? lautet der Titel eines Vortrages von Kirsten Kappert-Gonther am Samstag, den 19. November um 15 Uhr im Gemeindezentrum von Unser Lieben Frauen.  Die Medizinerin und Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie war Mitglied der Bremischen Bürgerschaft und ist seit 2017 Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90 Die Grünen. Martin Luther hat das Ablasswesen bekämpft, weil es mit der Angst der Menschen vor Hölle, Tod und Teufel gespielt hat. Diese Ängste haben wir heute nicht mehr, dafür  verunsichern uns Corona, Krieg und Inflation. Was machen diese Ängste mit Körper, Seele, Geist? Ein Abend zu Angst,  Mut und Hoffnung, künstlerisch begleitet am Piano und mit einem Klinik-Clown.

Unter dem Titel "Rauch sind die hier beteten …“ gibt es am Dienstag, den 8. November, dem Vorabend der Pogromnacht 1938, um 19 Uhr  in der Kulturkirche St. Stephani ein Gespräch mit der 90-jährigen Zeitzeugin Angelika Antpöhler über die damals in Brand gesteckte Aumunder Synagoge.

Am Mittwoch, den 9. November, dem Jahrestag der ersten evangelischen Predigt in Bremen vor 500 Jahren, gibt es in der Kirche St. Ansgarii  um 18 Uhr einen "Predigtbattle" unter Nicht-Pastor*innen über die Frage - "Worauf es wirklich ankommt".