Sonntag, 15. August 2021

Berufe in der Bibel

Berufe in der Bibel

Haben Sie einen Beruf? Haben Sie ihn gerne? Oder nicht so gerne?

In der Bibel ist immer wieder von Berufen die Rede. Und zwar deshalb, weil Menschen in ihrer Tätigkeit und an ihrem Wirkungsort Gott begegnen. David erhält beispielsweise noch als Hirtenjunge die Verheißung, König zu werden, und darf seine Fähigkeiten später als König einsetzen. Der Fischer Petrus begegnet Jesus am See Genezareth, als er die Netze wäscht. Er wird durch einen so überreichen Fang überrascht, dass er daraufhin mit Jesus zieht und „Menschenfischer“ wird. Die Purpurhändlerin Lydia lädt in ihr Haus ein zur Begegnung und unterstützt mit ihrem Besitz die kleine urchristliche Gemeinde.

Im Sommer nehmen viele Menschen ein paar Wochen Abstand von der Arbeitswelt. Sie suchen Ruhe und Erholung und freie Gedanken. Das kann ich gut verstehen! Zugleich begleitet mich in diesen Wochen der Gedanke: Dort, wo wir sind, auch in Arbeit und Alltag, begegnet uns Gott. An unserem Ort und in unserer Tätigkeit will Gottes Geist wirken.

Immer wieder wird in der Bibel übrigens auch vom Beruf des Weinbauern erzählt. Und in Jesu Gleichnissen schimmert darin das Bild Gottes hindurch. In einem Gleichnis entlohnt der Besitzer des Weinberges die Arbeiter so, dass jeder das Nötige zum Leben hat. In einem anderen Gleichnis hören wir, mit welcher Sorgfalt der Besitzer den Weinberg anlegt und pflegt. Und Jesus mahnt die Führenden an, dass „der Weinberg“ nicht verkommen solle: Der Weinberg – das sind wir. Und Gottes Sorgfalt und Fürsorge gilt uns.

Haben Sie einen Beruf? Haben Sie ihn gerne? Oder nicht so gerne?

Vielleicht kann in diesem Sommer der Gedanken mitgehen: Wo ich auch bin, worin ich auch wirke: Gottes Geist kann darin sein. Und in allem bin ich in Gottes fürsorglichem Blick, als Teil von seinem guten Weinberg. Mögen wir so gesegnet sein!  

Susanne Kayser