Bremische Evangelische Bibelgesellschaft

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Unsere Geschichte

1710 gründete Carl Hildebrand Freiherr von Canstein (1667 bis 1719) die „von Cansteinschen Bibelanstalt“, Zusammen mit August Herrmann Francke (1663 bis 1727) hatte er für erschwingliche Bibeln gesorgt. 1804 wurde in London die „British and Foreign Bible Society“ gegründet. Aus Deutschland war der der Deutschen Christentumsgesellschaft angehörende Pfarrer Carl Friedrich Adolph Steinkopf dabei. Dieser reiste anschließend durch Deutschland und trug zur Gründung vieler Bibelgesellschaften bei (1804 bis 1810 in Nürnberg, Basel. Preußen, Danzig, Königsberg).

Bibel-Shop

Beratung & Verkauf

Beratung
Wir beraten Sie beim Kauf von Bibeln und Literatur zur Bibel, z.B. für Konfirmanden, Taufen, Trauungen, Kindergarten

Verkauf
Wir verkaufen Bibeln und Literatur zur Bibel aus dem Verlagsprogramm der Deutschen Bibelgesellschaft. Senden Sie uns eine Mail oder ein Fax. Wir bestellen dann gerne für Sie.
Was haben Sie davon, dass Sie bei uns bestellen? Ihnen werden die Bücher direkt zugesandt, die Rechnung bekommen Sie dann von uns. Und außerdem unterstützen Sie dadurch die bibelmissionarischen und bibelpädagogischen Projekte, die wir durchführen.

Kinderbibelkisten
Bei der Bremischen Evangelischen Bibelgesellschaft können zwei Kisten voll mit verschiedenen Kinderbibeln ausgeliehen werden. In den Kisten sind über 30 verschiedenen Kinderbibeln aus verschiedenen Verlagen und für unterschiedliche Altersstufen enthalten. Außerdem ist das Heft „Empfehlenswerte Kinderbibeln“ beigelegt. Für Gemeindefeste, Familiengottesdienste und ähnliche Gelegenheiten sind die Kisten eine gute Möglichkeit, Eltern und Kindern Anschauungsmaterial vorzustellen, ohne einen eigenen Büchertisch finanzieren zu müssen.
Bibeln können dann über die Bremische Evangelischen Bibelgesellschaft bestellt werden.

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Von der Tontafel zur App

Die Bibel im Wandel der Zeit

Es geht mir ein Licht auf
(Sprichwort)
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Dem Gerechten muss das Licht immer wieder aufgehen
und Freude den frommen Herzen.
Psalm 97, Vers 11

Es war schon revolutionär, als man begann, die bis dahin mündlich überlieferten biblischen Geschichten aufzuschreiben. Anfangs ritzte man Texte in Tontafeln oder schrieb mit Olivenöl, Harz und Ruß auf Leder- oder Papyrusrollen. Das Alte Testament wurde ursprünglich größtenteils in hebräischer Sprache niedergeschrieben, das Neue Testament auf Griechisch. Von den ursprünglichen Manuskripten ist keines erhalten geblieben. Es gibt jedoch frühe Abschriften der Originale, die in Klosterbibliotheke n oder im Wüstensand gefunden wurden. So z.B. die Texte, die 1947 in Qumran/Israel gefunden wurden oder der Codex Sinaiticus, 740 Blätter aus dem vierten nachchristlichen Jahrhundert mit der ältesten Abschrift des neuen Testaments.

Die zweite Revolution löste der Reformator Martin Luther (1483-1546) aus, als er die Texte, die inzwischen gesammelt auf Hebräisch („Biblia Hebraica“), Latein („Vulgata“) und Griechisch („Septuaginta“) vorlagen, ins Deutsche übersetzte. Zu einem durchschlagenden Erfolg wurde seine Arbeit allerdings erst durch die neue Technik des Buchdrucks mit beweglichen Lettern, die Johannes Gutenberg gerade zum richtigen Zeitpunkt erfunden hatte.

Luthers Grundsatz lautete: „Man muss dem Volk aufs Maul schauen“, um die richtige, allseits verständliche Sprache zu finden. Sein Ziel war, dass jeder Deutsch sprechende Mensch die Bibel selber lesen oder sich zumindest vorlesen lassen könne. Nur die Schrift allein – und nicht die Auslegung der Priester – sei im Glauben entscheidend. Seine leidenschaftliche Haltung hätte ihn fast das Leben gekostet, wenn nicht sein Fürst, Friedrich der Weise von Sachsen (1463-1525), schützend seine Hand über ihn gehalten hätte. Mit der Inquisition, die abweichendes theologisches Denken grausam verfolgte, war nicht zu spaßen. Aber nicht nur der deutsche Reformator hat die Bibel übersetzt:
Von seinem Schweizer Kollegen Huldrych Zwingli (1484-1531) liegt ebenfalls eine Ausgabe vor, die zwischen 1987 und 2007 neu bearbeitet und als „Zürcher Bibel“ von der evangelisch-reformierten Landeskirche des Schweizer Kantons Zürich herausgegeben wird.

Und immer wieder wurde die Bibel neu abgeschrieben, übersetzt, kommentiert und illustriert und unter Wahrung der Quellen den jeweiligen Bedürfnissen der Zeit angepasst: 1611 beispielsweise entstand die King-James-Bibel, eine Fassung im klassischen Englisch. Martin Buber und Franz Rosenzweig übertrugen 1926–1938 die hebräische Bibel ins Deutsche.

„Unsere Sprache und unsere Lesegewohnheiten Lesegewohnheiten haben sich verändert. Es gibt neue Techniken, die vieles möglich machen.“

1969 entstand unter dem Titel „Die gute Nachricht“ eine nicht wortgetreue Bibelübersetzung in moderner Sprache. 2006 erschien die Bibel in gerechter Sprache, ein evangelisches Bibelprojekt, das Ungerechtigkeiten sprachlich vorbeugen bzw. ausgleichen soll. In den Klöstern und Museen auf der ganzen Welt kann man opulente Ausgaben bestaunen, z.B. aufwändig illustriert von Künstlern wie Lucas Cranach, Albrecht Dürer, Marc Chagall oder Schnorr von Carolsfeld. Mit den Veränderungen der Sprache, der Lebenswelten und der Technik hat sich die Aufbereitung der Bibel stetig verändert. Neben Kinder- und Comic-Bibeln gibt es z.B. die handliche Pocket-Bibel in kleiner Schrift, quer gedruckt und mit einer Hand umzublättern, daneben eine „Brennpunkt-Bibel“ für Leute von heute, die wissen möchten, was Ostern, Himmelfahrt, Pfingsten und Weihnachten eigentlich gefeiert wird. Es gibt ein Dutzend unterschiedliche Konfirmandenbibeln, Bibeln in Blindenschrift, wissenschaftliche Bibel-Ausgaben, Hörbibeln und natürlich die klassische Luther-Bibel in der revidierten Fassung von 1984.

Inzwischen ist die dritte Revolution in Sachen Bibel im vollen Gange: Das Buch der Bücher wird digital aufbereitet. Unsere Sprache und unsere Lesegewohnheiten haben sich verändert, es gibt neue Techniken, die vieles möglich machen: 2008 war YouVersion die erste digitale Bibel im Apple AppStore. Die BasisBibel der Deutschen Bibelgesellschaft von 2010 gibt es crossmedial: Sie ist gedruckt erhältlich, in unterschiedlichen Farben, urtextnah und lesefreundlich - entstanden abermals nach dem Grundsatz: „Man muss dem Volk aufs Maul schauen“. Der Band enthält das Neue Testament, mit oder auch ohne Psalmen, und ist versehen mit Randnotizen, die den Zeitgenossen Begriffe wie „Jünger“, „Wunder“ „Tempel“ oder „Geldwechsler“ erklären.

Weiter geht´s dann online: Hier finden sich kurz und knackig die Geschichten über Jesus von Nazareth samt multimedial aufbereiteten Wort- und Sacherklärungen, Fotos von Originalschauplätzen, Abbildungen von Gegenständen der biblischen Zeit – alles natürlich miteinander verlinkt. Schülerinnen und Schüler können sich in der Pause mal eben über eine App für den anschließenden Geschichtsunterricht und die Religions- oder Konfirmandenstunde informieren. Inzwischen bietet die Deutsche Bibelgesellschaft auch die „Bibel für jeden Tag“-App an sowie acht Bibel-Ausgaben direkt auf ihrer Internetseite. Die Deutsche und die Bremische Evangelische Bibelgesellschaft umspannen mit ihrem Angebot rund 2000 Jahre – und alles zu günstigen Preisen, die lediglich die Druckkosten decken und die Weiterarbeit ermöglichen.

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