Evangelisches Bildungswerk

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Freitag, 30. September 2022

Brückenbauer zwischen Juden und Christen

Zum Tod von Ruth Lapide, welche, geb. 1929 als Ruth Rosenblatt in Burghaslach in Franken, im August 2022 im Alter von 93 Jahren in Frankfurt/Main verstorben ist.

Als 9-Jährige floh sie vor dem Nazi-Regime und kam nach Haifa in ein Kinderheim. 1948 begann sie in Jerusalem Politikwissenschaft, Geschichte des zweiten Tempels, Geschichte Europas und Judaistik, mit dem Schwerpunkt des Christentums innerhalb des Judentums, zu studieren. Dabei gewann das Studium des Alten und Neuen Testaments eine besondere Bedeutung. Auf einige Fehlübersetzungen und -interpretationen hat Ruth Lapide aufmerksam gemacht.

Mit Pinchas Lapide, ihrem Ehemann, dem jüdischen Religionswissenschaftler, verband sie das gleiche Schicksal, die gleichen Interessen und Visionen. Beide wurden zu großen Brückenbauern jüdisch-christlichen Dialogs, die mit ihrem Scharfsinn und ihrer Gelassenheit den Austausch und die Versöhnung förderten.

Ruth Lapide war Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande. Wir verneigen uns vor Ruth und Pinchas Lapide und ihrem beeindruckenden Lebenswerk. Wenn Sie mehr über die beiden und ihr Wirken lernen möchten, legen wir Ihnen die Teilnahme an zwei Gesprächsabenden ans Herz, die der Sohn der Lapides, Yuval Lapide, im Andenken an seine Eltern gestaltet.

12. und 26.10.2022 von 19:30 - 21:00 Uhr
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