01. Februar 2021

Pastor Ingo Thun stellt sich vor

Als neuer Pastor der St.-Lukas-Gemeinde Grolland möchte ich mich Ihnen vorstellen. Ich bin 56 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Söhne: Jona und Teetje, die zusammen mit mir ebenfalls in der evangelischen Jugendarbeit zu Hause sind.

Mein Elternhaus steht in Bremen-Vegesack. Dort habe ich früh über eine kirchliche Pfadfindergruppe die Jugendarbeit kennen und schätzen gelernt. Ich besuchte dort regelmäßig die Gruppen und engagierte mich zunehmend in der kirchlichen Umwelt- und Friedensarbeit. Ich studierte in Hamburg, legte die Prüfungen in Göttingen ab. Im Vikariat und als Hilfsprediger war ich u.a. bei Radio Bremen, im Verein für Innere Mission sowie in den Gemeinden St. Jacobi (Seehausen), St. Martini (Lesum), St. Jakobi (Neustadt) und Dietrich-Bonhoeffer tätig.

Dort bewarb ich mich und bin nun seit 21 Jahren als Pastor in der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde tätig. In Bonhoeffer übernahm ich unter anderem eine umfangreiche Seniorenarbeit, baute einen Besuchsdienstkreis auf, organisierte Konzerte und fing an, Jugendgruppen zu gründen.

Darüber hinaus mussten wir aber auch immer wieder Wege finden, die stetigen Kosteneinsparungen und den damit einher gehenden Personalabbau möglichst gut zu verwalten. Dazu gehörte auch die Gründung unserer Kooperation mit den Gemeinden St. Lukas und St. Georg. Diese Kooperation ist bis heute ein Erfolg. Wir sie dann immer weiter aus: z.B. durch die Schaffung von gemeinsamen Stellen für Schulsozialarbeit oder der Arbeit mit geflohenen Menschen. Auch den gemeinsamen Gemeindebrief „Gemeinsam“ brachten wir auf den Weg. Zudem baute ich due umfangreiche Jugendarbeit am Jugendstandort unserer Kooperation aus. Bereits mit der Grollander Diakonin Simona Herz brachten wir Freizeiten, gemeinsame Aktionen und die legendären Feten auf den Weg. Mir ist es stets wichtig gewesen, das Leben an allen unseren drei Standorten so gut es geht, zu fördern und auch, dass an allen drei Standorten weiter das Wort Gottes verkündigt wird.

Als nun mein jahrelanger Kollege Pastor Jürgen Hamelmann in Woltmershausen eine neue Heimat gefunden hat, stand die St.-Lukas-Gemeinde und unsere Kooperation vor der großen Frage, wie die Zukunft gestaltet wird. Auf einem Spaziergang im schönen Park Links der Weser kam mir der Gedanke, mich auf die halbe Pfarrstelle in St. Lukas zu bewerben. Für die Umsetzung wurde ein gemeinsames Pfarrkonzept entwickelt, das nun für alle unsere drei Kooperationsgemeinden gültig ist. Die neue Regelung hat eine ganze Reihe von Vorteilen: An allen drei Standorten können weiterhin Gottesdienste stattfinden. Die Einsparungen im pfarramtlichen Bereich sind so gestaltet, dass das normale Gemeindeleben weiterhin wie gewohnt stattfinden kann. Im Konfirmanden- und Jugendbereich werden wir noch weiter zusammen rücken: ab 2022 wird es eine gemeinsame Konfirmandenarbeit geben und auch die Jugendarbeit soll noch mehr als bisher darauf aufbauend als Arbeit der 3 Koop-Gemeinden gestaltet werden.

Besonders unser gemeinsames Gottesdienstkonzept ist so aufgebaut, dass lieb gewordenes bewahrt bleibt und wir trotzdem noch etwas mehr zusammen rücken: Wenn in St.-Lukas bzw. in Dietrich-Bonheoffer kein Gottesdienst stattfindet, bitten wir die Gemeindeglieder, an diesem Sonntag die Nachbargemeinde zu besuchen. So haben wir – trotz des hohen Einspardrucks – das m.E. beste Konzept gefunden, das unter den gegebenen Umständen möglich ist.

Ich bin dankbkar, dass alles so klappen konnte und ich St.-Lukas nun zu Ihrem neuen Pastor gewählt wurde. Ich freue mich sehr auf meine Arbeit in St.-Lukas.

Möge der Segen Gottes auf ihr liegen!