Eine-Welt-Laden

Der Durchschnittsbürger trinkt im Jahr mindestens 100 Liter Kaffee. Ursprünglich war Kaffee eine Luxusware. Wie kommt es, dass er zu einem billigen Massenprodukt geworden ist? Und was ist mit anderen Waren wie Tee und Gewürzen? Es ist für uns selbstverständlich, dass sie zu günstigen Preisen zu haben sind.
Der derzeitige Welthandel ist aber geprägt von ungerechten Strukturen, die den Industrienationen Vorteile bringen und die so genannten Entwicklungsländer benachteiligen.
Wir wollen deshalb ein Zeichen setzen und den Fairen Handel unterstützen.
Wir informieren Sie hier über unsere Produkte und Lieferanten und wen wir damit unterstützen und wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Was bedeutet Fairer Handel?

Der Eine Welt Handel ist Anfang der 70er Jahre aus der Kritik an den ungerechten Strukturen des bestehenden Welthandels entstanden. Durch Partnerschaft aller am Handel Beteiligten wird beispielhaft versucht, den Menschen in den sogenannten Entwicklungsländern positive Perspektiven zu eröffnen. Träger sind sowohl kirchliche als auch politische Organisationen, vor allem aber viele hundert lokale Gruppen, die bisher überwiegend ehrenamtlich den Verkauf alternativ gehandelter Waren in den Weltläden organisieren.
Der Handel auf globalisierten Märkten sichert bei vielen Produkten (z.B. Kaffee, Baumwolle Zucker,...) den ursprünglichen Produzenten in den armen Ländern oft nicht einmal mehr das Existenzminimum. Entgegen den üblichen Mechanismen soll der Faire Handel den Produzenten ein angemessenes Einkommen sichern, z.B. durch Direktvermarktung von Agrarprodukten der armen Länder in den reichen Ländern mit einem angemessenen Preisaufschlag, der an die Produzenten weitergegeben wird und ihnen durch langfristige Lieferverträge dauerhaft ein angemessenes Einkommen sichert.
Die Lieferverträge sind an strenge soziale und ökologische Auflagen geknüpft, z.B. umweltschonender Anbau, keine Kinderarbeit. Dafür erhalten die Produzenten für die Rohstoffe Preise über Weltmarktniveau. Im normalen Handel müssen sie sich häufig mit Dumping-Preisen begnügen.

Hier sehen Sie einige unserer angebotenen Produkte:

• Kaffee
• Tee
• Honig
• Zucker
• Schokolade und Süßigkeiten
• Kleidung
• Tücher
• Schmuck

Manche der Produkte sind handgefertigte Unikate. Die hier gezeigten Waren sind deshalb nur Beispiele.
Stöbern Sie doch während der Öffnungszeiten einmal in unseren Auslagen.

Wo und wann haben wir unseren Laden geöffnet?

Unsere ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen verkaufen wöchentlich:
Wo?     im Foyer des
           Gemeindezentrums St. Magni
           Unter den Linden 24
Wann?  Montags (außer Feiertags)
           09:00 bis 11:00 Uhr
Bei besonderen Anlässen findet der Verkauf auch zu anderen Zeiten und in anderen Räumen statt.

(Artikel und Bilder von Wilfried Willker)

20 Jahre Eine-Welt-Laden St. Magni

Eine-Welt-Laden – was ist das eigentlich? Zuerst einmal ist das kein Laden, wie man ihn sich so vorstellt. Der Warenbestand befindet sich in einigen Schränken im Gemeindehaus. Dann gibt es da noch Klapptische, die Montag morgens um 8 Uhr im Foyer aufgestellt werden. Auf Tischdecken wird dann ein Teil der Waren zum Ansehen und zum Verkaufen ausgebreitet. Besucher, die ab 9 Uhr ins Gemeindehaus kommen, sehen dort als erstes den Eine-Welt-Laden, der  bis 11 Uhr geöffnet ist.

Bei Kirchen- und Gemeindefesten, Adventsfeiern, in den Seniorenheimen, bei der Fairen-Woche usw. werden die Waren und Tische in unsere Autos verladen und an Ort und Stelle aufgebaut. Der Eine-Welt-Laden ist beweglich und ist oft unterwegs.

Warum machen wir das alles? Wir denken, unser Herrgott hat uns nicht in diese schöne Welt gestellt, damit wir nur an uns denken, und es uns gut gehen lassen. Es gibt so viel Leid und Hunger auf der Welt, und wir können nicht viel dagegen tun. Aber wenigstens ein bisschen, wenigstens so viel, wie wir als Einzelne vermögen. Ja, und das fängt mit unserem Kaufverhalten an. Ich weiß, der Kaffee ist bei Lidl und Aldi billiger als im Eine-Welt-Laden, aber woran liegt das?
Der Mehrpreis des Kaffees, der im Eine-Welt-Laden verkauft wird, sichert dem Kaffeebauern das Überleben, er kann seine Kinder in eine Schule schicken und es kann vielleicht eine Gesundheitsstation gebaut werden. Und so ist es bei all den Waren, die im Eine-Welt-Laden verkauft werden, Lebens– und Genussmittel, Kleidung, Schmuck und Taschen usw. Sie sind fair gehandelt, und die Menschen, die sie produziert haben, können sich und ihre Familien vom Erlös ernähren. – Es ist nicht viel, was wir als Einzelne gegen die Ungerechtigkeit auf dieser Welt tun können, aber es ist ein bisschen. Und wenn viele ein bisschen tun, dann kann es schon eine Hilfe sein! Ja, und der Gedanke daran gibt uns Kraft und Mut für unsere Arbeit im Eine-Welt-Handel.

Sollte nun jemand Lust bekommen haben, bei uns mitzuarbeiten – wir würden uns freuen! Montags von 9 bis 11 Uhr ist der Eine-Welt-Laden geöffnet!
Marianne Koswig und Team

Brunnen-Bau-Projekt in Togo

Der Eine-Welt-Laden unserer Gemeinde besteht nun schon seit 20 Jahren. In dieser Zeit konnten wir mit Ihrer Hilfe viele Projekte der Norddeutschen Mission in Togo unterstützen. Wir hoffen, dass weiterhin viele Menschen den Weg zu uns finden, um Lebensmittel und Kunstgewerbe bei uns zu kaufen. Sie helfen damit doppelt: den Produzenten und denen, für die mit dem Reingewinn etwas bewirkt werden kann. In diesem Jahr gibt es ein Brunnen-Bau-Projekt in Togo, das wir unterstützen wollen. 

Jahresrückblick Eine-Welt-Laden

Ein Jahr Fairer Handel liegt wieder einmal hinter uns.- Anfang des Jahres haben wir 1000 Euro für ein Aufforstungsprojekt in Ghana überwiesen, jetzt im Dezember konnten wir über die Norddeutsche Mission mit 1.000,- Euro den Brunnenbau in Togo unterstützen. Es erfüllt uns mit Stolz und Freude, dass unsere Arbeit, die in dieser Gemeinde seit den frühen 90er Jahren läuft, wieder Früchte getragen hat.

Menschen, die montags zwischen 9 und 11 Uhr bei uns im Gemeindehaus einkaufen, denken jetzt vielleicht: „Woher kommt das Geld, da ist doch gar nicht so viel los?“ Sie haben natürlich Recht, es könnten eigentlich viel mehr Kunden  kommen, aber viele haben leider den Weg zum Eine-Welt-Laden noch nicht entdeckt und wissen gar nicht, was wir alles so zu bieten haben.

Anders sieht es aus, wenn wir einmal im Jahr zur Fairen Woche an zwei Tagen in der Vegesacker Fußgängerzone verkaufen, wenn wir einmal im Jahr im „Bio-Eck“ unsere Kunstgewerbe-Artikel     anbieten oder wenn wir mit unseren Waren zum Erntedankfest in Brundorf sind. Natürlich hatten wir auch wieder einen großen Stand beim Herbstmarkt in Haus Blumenkamp und beim Adventsmarkt im Ilsabeen-Stift.  Am 1. Adventswochenende hatten wir eine eigene Weihnachtsmarkt-Bude in Vegesack auf dem kleinen Markt, und viele Menschen freuten sich darüber, einen Teil ihrer Weihnachtsgeschenke im Fairen Handel einkaufen zu  können, um so doppelte Freude zu verschenken. Für uns sind all diese Aktivitäten natürlich mit recht viel Arbeit verbunden, einer Arbeit, die zwar sehr viel Freude macht, die aber auch geleistet werden muss. Es wäre toll, wenn jemand Lust und Zeit hätte, uns zu unterstützen und im Eine-Welt-Laden ehrenamtlich mitzuarbeiten. Wenn Sie möchten, kommen Sie doch montags einfach mal vorbei und sehen sich den „Laden“ an. Auch ein „alter Hase“ wäre uns willkommen.

Ein gutes und erfolgreiches Jahr 2013 wünscht Ihnen und sich das Eine-Welt-Laden-Team.
Marianne Koswig

Eine-Welt-Laden

Auch wenn unser Eine-Welt-Laden nun schon über 20 Jahre besteht und jeden Montag von 9 – 11 Uhr geöffnet ist, gibt es vielleicht noch jemanden, der noch nie im Gemeindehaus St. Magni eingekauft hat. Deshalb kann er auch nicht wissen, dass es hier außer den fair gehandelten Lebensmitteln auch eine Menge Artikel gibt, die sich sehr gut als schöne Weihnachtsgeschenke eignen. (Schmuck, Tücher, Vogel-Futterhäuschen usw.)  Einfach mal vorbeischauen!!
Team vom Eine-Welt-Laden

Nachdem Bremen 2011 den Titel „Hauptstadt des Fairen Handels“ gewonnen hat, wurde weiter gearbeitet auf den Titel „Faire Stadt“.

Seit dem Jahr 2000 gibt es die weltweite Kampagne „Fairtrade-Town“, die bisher über 1400 Städte in über 24 Ländern ausgezeichnet hat. In Deutschland wird die Kampagne vom „Verein zur Förderung des Fairen Handels mit der Dritten Welt e.V.“ organisiert.

Vor der Verleihung des Titels müssen fünf Kriterien von den teilnehmenden Städten erfüllt werden.
In Bremen mussten 65 Einzelhändler, 33 Gastronomiebetriebe und 2 Kirchengemeinden die Kriterien des Fairen Handels erfüllen.

Gastronomie und Einzelhändler mussten mindestens 2 Produkte aus Fairem Handel im Ausschank oder im Verkauf haben. Zwei Kirchengemeinden aus der Initiative Nordbremer Weltläden konnten die Kriterien zur „Fairtrade-Stadt“ erfüllen: d.h. St. Marien Blumenthal mit 4 Gottesdiensten zum Fairen Handel im Jahr und die Gemeinde St. Magni mit dem Öko-Fairen Frauenfrühstück, das ca. 4 x im Jahr stattfindet.

Am 25. September 2014 wurde Bremen der Titel „Fairtrade-Stadt“ verliehen.
Alle 11 Weltläden aus den Kirchengemeinden Bremen-Nord haben durch ihren unermüdlichen Einsatz zu diesem Erfolg beigetragen. Mit Recht können wir stolz sein!

Ihre Etta Morisse