Ostergruß von Maria Esfandiari und Pastor Dr. Bernd Kuschnerus
Das Fest der Hoffnung
Die Präses der Bremischen Evangelischen Kirche, Maria Esfandiari, und der Kirchenpräsident, Pastor Dr. Bernd Kuschnerus, wünschen allen Bremerinnen und Bremern fröhliche und gesegnete Ostern.
Liebe Bremerinnen und Bremer,
Ostern ist das Zentrum des christlichen Glaubens. Bunt, fröhlich und menschenfreundlich feiern die christlichen Gemeinden dieses Fest mit Gottesdiensten, oft bereits in der Osternacht, einem Osterfeuer, gemeinsamen Osterfrühstücken und Musik. Denn Ostern ist nicht nur ein Gedenken an ein unfassbares Ereignis der Vergangenheit, sondern stellt eine ermutigende, tröstende Kraft dar, die uns auch heute aus düsteren Gedanken, Gleichgültigkeit und der Angst vor unserer Endlichkeit befreien kann.
Diese Hoffnung beruht auf dem Bekenntnis der Anhänger und Anhängerinnen Jesu, dass er sich trotz Folter, Kreuzestod und Grab unter ihnen als höchst lebendig erwiesen und ihre Trauer in Mut verwandelt hat. Verlust, Schmerzen und Trauer dürfen nicht weggeredet werden, wenn es um existenziellen Trost geht.
Ostern ist die Einladung, auch gegen den Augenschein darauf zu vertrauen, dass Liebe stärker ist als der Tod. Zugleich fordert uns diese Hoffnung auf, uns nirgendwo zu Komplizen von Tod, Zerstörung, Erniedrigung und Hass zu machen. Die grausame Realität der Kriege in Europa, im Nahen Osten und im Sudan verleiht diesem Anspruch eine drängende Aktualität.
Darum unterstützt die Kirche Transporte mit Hilfsgütern in die Ukraine und verschiedene Hilfsprojekte in vielen anderen Teilen der Welt. Ebenso steht sie auch bei uns den Menschen in Lebenskrisen und Notsituationen bei. Sie begleitet Sterbende und Trauernde und leistet Seelsorge im Krankenhaus, am Telefon und in der Kirchengemeinde vor Ort. In Café- und Mittagstischangeboten sowie in Einrichtungen wie dem „Bremer Treff“ finden Menschen in schwierigen Lebenslagen Unterstützung und Anlaufpunkte. Auch in den evangelischen Kitas, Jugendtreffs und Seniorenbegegnungsstätten fördert die Kirche das soziale Miteinander.
Nirgendwo sollen Einsamkeit, Altersarmut und Trauer dazu führen, dass Menschen sich als Last empfinden. Viele engagieren sich in der Kirche freiwillig und ehrenamtlich für andere. So ist die Osterhoffnung eine Gegenbewegung zu den Kräften des Todes in dieser Welt. Alle sind eingeladen, daran teilzuhaben.
Wir wünschen allen Bremerinnen und Bremern ein gesegnetes, frohes Osterfest.