Donnerstag, 15. Januar 2026
EKD-Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs beim Heinrich-Albertz-Symposium am 21. Januar zu Gast
„Frei, mutig, gelassen – Wie wir stark bleiben in einer gestressten Demokratie“ – unter diesem Motto steht das diesjährige Heinrich-Albertz-Symposium am Mittwoch, den 21. Januar 2026 um 18 Uhr in der Kulturkirche St. Stephani. Bischöfin Kirsten Fehrs, Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD), ist Gastrednerin bei der Vortrags- und Diskussionsveranstaltung.
Der AWO Landesverband Bremen e.V., die Bremische Evangelische Kirche und die Friedrich-Ebert-Stiftung e.V. laden am Mittwoch, den 21. Januar 2026 um 18 Uhr zum 7. Heinrich-Albertz-Symposium in die Kulturkirche St. Stephani Bremen ein. Um an das Wirken von Heinrich Albertz (1915-1993) und dessen Engagement für den Frieden und den Sozialstaat zu erinnern, veranstalten der AWO Landesverband Bremen e.V., die Friedrich-Ebert-Stiftung und die Bremische Evangelische Kirche (BEK) das 7. Heinrich-Albertz-Symposium.
In diesem Jahr ist die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs bei der Vortrags- und Diskussionsveranstaltung in der Kulturkirche St. Stephani zu Gast. Ihr Vortrag steht unter dem Motto „Frei, mutig, gelassen – Wie wir stark bleiben in einer gestressten Demokratie“ und fragt danach, was uns in Zeiten von extremistischen Bedrohungen unserer Demokratie von Innen und von Außen mutige Widerstandskraft und Gelassenheit schenkt, für Freiheit und die Stärkung unserer Demokratie einzustehen. Wie lassen sich eine demokratische, unaufgeregte und an Sachargumenten und Fakten orientierte Diskussionskultur und der freie Meinungsaustausch angesichts des aufgeheizten gesellschaftlichen Klimas erhalten und stärken?
Seit 2019 greift das jährliche Symposium gesellschaftliche und politische Entwicklungen sowie die Herausforderungen der Gegenwart auf. In den vergangenen Jahren waren u.a. Kurt Beck, langjähriger Ministerpräsident von Rheinland Pfalz, ZDF-Intendant Thomas Bellut, Radio Bremen-Intendantin Yvette Gerner, Heinrich Bedford-Strohm als Ratsvorsitzender der EKD und die renommierte Meeresbiologin Antje Boetius, Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts Bremerhaven sowie zuletzt Prof. Dr. Bettina Kohlrausch, vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut der Hans-Böckler-Stiftung zu Gast.
Seit 2019 greift das Heinrich-Albertz-Symposium jährlich jeweils zu Beginn des Jahres ein aktuelles Thema auf. Im Mittelpunkt stehen gesellschaftliche und politische Entwicklungen sowie die Herausforderungen der Gegenwart. Impulsvorträge von prominenten Redner:innen aus Politik, Kirche und Gesellschaft bilden jeweils den Einstieg in einen intensiven Gedankenaustausch. In den vergangenen Jahren waren Kurt Beck, langjähriger Ministerpräsident von Rheinland Pfalz, ZDF-Intendant Thomas Bellut, Radio Bremen-Intendantin Yvette Gerner, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm als Ratsvorsitzender der EKD und die renommierte Meeresbiologin Antje Boetius, ehemals Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts Bremerhaven, sowie zuletzt Bettina Kohlrausch vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut der Hans-Böckler-Stiftung zu Gast.
- Die Begrüßung erfolgt durch Pastor Dr. Bernd Kuschnerus, Kirchenpräsident der Bremischen Evangelischen Kirche.
- Es referiert Bischöfin Kirsten Fehrs, Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD).
- Die Veranstaltung moderiert Stine Klapper, Friedrich-Ebert-Stiftung.
- Dr. Uwe Lissau, AWO Landesverband Bremen hält das Schlusswort.
- Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Informationen zu Heinrich Albertz
Heinrich Albertz ist vielen älteren Menschen als leidenschaftlicher Vertreter für Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Toleranz in Erinnerung. Er zählt zweifelsfrei zu den verdienstvollen Persönlichkeiten unseres Landes. Als Bundesvorsitzender der AWO prägte Heinrich Albertz die Arbeiterwohlfahrt von 1949 bis 1965 in besonderer Weise.
Als Sohn eines evangelischen Theologen wurde Albertz am 22. Januar 1915 in Breslau geboren. Er wuchs in einer frommen Familie auf und studierte in Breslau, Halle und Berlin Theologie.
Als Pfarrer und engagiertes Mitglied der Bekennenden Kirche wurde Heinrich Albertz in der Nazizeit mehrfach verhaftet. Nach dem Krieg ging er in die Politik und wurde für die SPD zunächst Flüchtlings- und später Sozialminister in Niedersachsen. 1955 holte Willy Brandt ihn nach Berlin. Dort stieg er vom Senatsdirektor zum Innensenator auf und wurde im Dezember 1966, als Nachfolger Willy Brandts, Regierender Bürgermeister. 1967 vollzog er aufgrund der Unruhen um den damaligen Schah-Besuch eine tiefgreifende politische Wende, trat von seinem Amt zurück und arbeitete wieder in seinem Beruf als Pfarrer. Heinrich Albertz blieb eine gewichtige politische Stimme, indem er zu einem der profiliertesten Köpfe der Friedensbewegung wurde. 1986 verließ er Berlin und zog mit seiner Ehefrau in ein Altenwohnheim nach Bremen, wo er am 18. Mai 1993 verstarb.