Freitag, 12. Februar 2021

Fastenimpulse per WhatsApp und Threema von Pastorin Sophia Fürst

„Spielraum! 7 Wochen ohne Blockaden“ lautet das Motto der diesjährigen Fastenaktion der Evangelischen Kirche in Deutschland. Pastorin Sophia Fürst aus Bremen versendet dazu tägliche Fastenimpulse per WhatsApp und Threema.

Mit Texten, Bildern und Videos zu unterschiedlichen Wochenthemen möchte die Bremer Pastorin Sophia Fürst Mitmachende ermuntern, in der Passionszeit ab Aschermittwoch, dem 17. Februar, bis Ostermontag, den 5. April, den eigenen Umgang mit Regeln zu erkunden.

Zur Anmeldung reicht eine Nachricht mit dem Inhalt „Fasten“ per WhatsApp an 0179/48 33 581 oder per Threema (EXK8S29F). Die Telefonnummern werden für die Dauer der Fastenzeit anonym gespeichert und danach wieder gelöscht.

Das Motto in diesem Jahr heißt „Spielraum – 7 Wochen ohne Blockaden“. Die evangelische Fastenaktion möchte 2021 zum Nachdenken über den Umgang mit Regeln und das Miteinander anregen. Gemeinschaften brauchen Regeln. Doch zu den Regeln gehört Spielraum. „Zu schnell packen wir unsere Mitmenschen in Schubladen und lassen ihre Meinung nicht zu. Und dann verhärten sich Fronten etwa zwischen berufstätigen und nicht berufstätigen Müttern, oder zwischen Vegetariern und Fleischliebhabern. Dabei sollten wir die Meinung des anderen Menschen zulassen und mit ihm ins Gespräch kommen. So wie im Sport haben wir auch im Leben ein Standbein und ein Spielbein. Beide sind wichtig, aber wir sollten sie immer wieder wechseln“, sagt Sophia Fürst.

Die Pastorin versendet zu Beginn der Woche jeweils einen Bibeltext, in den darauffolgenden Tagen dann Auslegungen dieses Textes, kleine Videos, Links zu Liedern, Impulsfragen, die man für sich beantworten kann, Zitate oder Audio-Nachrichten. Der Austausch findet nicht in einer Gruppe statt. „Die einzelnen Personen erhalten die Nachricht direkt von mir und können mir auch direkt antworten. In der Gruppe tauschen wir uns nicht aus, da Jede*r individuelle Ziele in der Fastenzeit hat.“

Sophia Fürst richtet ihr Angebot an Jung und Alt: „Ich kenne viele Senioren, die bei WhatsApp aktiv sind und darüber mit Freunden, Kindern und Enkeln kommunizieren. Viele Berufstätige schaffen es heute kaum mehr, zeitintensivere Angebote in ihren Alltag einzubinden. Meine Impulse können sie dann abrufen, wenn sie Zeit haben. Und dadurch nehmen sie sich bewusst Zeit für sich selbst.“

Sophia Fürst hat bereits im letzten Dezember einen WhatsApp-Adventskalender angeboten. Mit schönem Erfolg: Etwa 200 Menschen aus Bremen und der weiteren Umgebung machten mit. „Das ist viel Arbeit, aber das ist es mir wert. Ich bekomme so nette Rückmeldungen. Die Herausforderung für mich wird sein, wie ich das, was ich glaube, auf eine kurze Nachrichtenlänge bringen und es verständlich sagen kann“.