Mittwoch, 07. Oktober 2026
Kirchenpräsident Kuschnerus: "Die Opfer des Massakers vom 7. Oktober bleiben unvergessen"
Der Überfall der terroristischen Hamas auf Israel jährt sich zum dritten Mal. Mit dem radikal-islamistischen Terrorangriff hat ein neuer Krieg im Nahen Osten begonnen. Mit der Eskalation hat der Antisemitismus auch in Deutschland einen neuen, traurigen Höhepunkt erreicht. Kirchenpräsident Dr. Bernd Kuschnerus erinnert deshalb bei der heutigen Mahnwache auf dem Bremer Marktplatz an die Opfer der Gewalt und das schreckliche Leiden, dass die Hamas bis heute verursacht. Gleichzeitig betete er um Frieden für die Menschen in Israel und Palästina.
Wir dürfen angesichts dessen niemals vergessen und niemals schweigen
so Kirchenpräsident Dr. Bernd Kuschnerus. Auch drei Jahre nach der Attacke erschütterten ihn der politische Fanatismus und die blinde, durch nichts zu rechtfertigende Gewalt gegen unschuldige Zivilisten. “Wo junge Leute am 7. Oktober 2023 gefeiert haben, wütete der unfassbar brutale Terror der Hamas. Wir gedenken der Menschen, Frauen, Männer, Kinder, Säuglinge, die dadurch unbeschreibliche Gewalt erfahren haben.”
Gleichzeitig markiere der 7. Oktober eine Zäsur für die jüdischen Communities in Deutschland. “Ich kann und werde mich nicht damit abfinden, dass mit dem 7. Oktober der Antisemitismus in so erschreckender Weise weiter zugenommen hat”, erklärt Kuschnerus in diesem Zusammenhang. Es gelte, nicht wegzusehen, sondern entschieden sicht- und hörbar zu handeln:
Wir müssen Antisemitismus entschlossen entgegentreten, ganz gleich in welche Ideologie er sich kleidet. Er bedroht alle, die friedlich, demokratisch und frei leben wollen und sich für den Frieden einsetzen.
Die Solidarität der Bremischen Evangelischen Kirche mit den Betroffenen zu betonen, sei eine Selbstverständlichkeit.
Antisemitismus ist Gewalt, die unter uns keinen Platz haben darf. Wir stehen zusammen mit allen Jüdinnen und Juden, jeder Angriff auf sie ist ein Angriff auf uns alle.
Der Kirchenpräsident mahnt zugleich, das schreckliche Leid, das die Hamas auch für die palästinensischen Bevölkerung in Gaza nicht aus dem Blick zu verlieren: “Die Terroristen haben nicht nur Leid über Israel, sondern auch über Gaza gebracht. Wir dürfen aber nicht Kriegstote gegen Terrortote aufrechnen, sondern müssen raus aus der Gewaltspirale, die Hamas mit zynischem Kalkül in Gang gesetzt hat. Für mich sind Trauer und Mitgefühl grundlegende Empfindungen der Menschlichkeit. Sie dienen keinen anderen Zwecken.”
Sein Gebet gelte daher dem Frieden für alle Menschen in Israel und Palästina:
Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unsern Zeiten. Es ist doch ja kein andrer nicht, der für uns könnte streiten, denn du, unser Gott, alleine.
Die Mahnwache findet am 7. Oktober ab 17.30 Uhr auf dem Bremer Marktplatz vor der Bürgerschaft statt.