Donnerstag, 22. Januar 2026

27. Januar: Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung

Am 27. Januar jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz zum 81. Mal. Auschwitz steht stellvertretend für die Verfolgung und Ermordung von Millionen Menschen, Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, politische Gegner, Kriegsgefangene und Widerstandskämpfer aus ganz Europa. Auschwitz markiert nicht nur den absoluten Tiefpunkt deutscher Geschichte, es ist ein Menschheitsverbrechen ohne Gleichen. Auch in Gemeinden der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK) gibt es aus diesem Anlass Gedenk-Veranstaltungen, um die Erinnerung an den Nazi-Terror wachzuhalten und Impulse für eine friedliche Gesellschaft zu geben.

In den Gemeinden der Bremischen Evangelischen Kirche finden aus diesem Anlass nachfolgende Veranstaltungen statt: 

Im Kapitel 8, Evangelisches Informationszentrum (Domsheide 8) ist vom 20. Januar bis 14. März die Ausstellung „Kinder des Krieges“ geöffnet.  
Auch gegenwärtig ist die Welt von Kriegen umgeben. Wie in allen Kriegen sind es auch die Kinder die getötet, oder an Körper und Seele verletzt werden.
Die Bremer Künstlerin Dagmar Calais fühlt sich verpflichtet, Partei für diese Opfergruppe zu ergreifen. Auf diese Weise entstanden großformatige schwarz-weiße Tuschzeichnungen, die die dargestellten Kinder fast lebensgroß wiedergeben.

Das Ausgangsmaterial für die Bildserie „Kinder des Krieges“ stammt aus Pressefotos, Filmen und anderen Medien vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart. Gegenwärtig sind es 20 Arbeiten, die versuchen, sich diesem Thema anzunähern. Ein entscheidendes Gestaltungselement ist die Größe der Zeichnungen. Die Betrachtenden können sich diesen Bilddramen kaum zu entziehen.
Öffnungszeiten: montags bis freitags 11-17 Uhr und samstags 11 -14 Uhr. Der Eintritt ist frei.

In Alt-Aumund (An der Aumunder Kirche 5) gibt es am Sonntag, den 25. Januar um 10 Uhr einen Gedenkgottesdienst und um 11 Uhr gemeinsam mit dem Ortsbeirat und weiteren Partnern im Stadtteil eine Kranzniederlegung am Jacob-Wolff-Platz, dem Platz der ehemaligen Aumunder Synagoge. Es werden die Namen von deportierten jüdischen Mitbürgern aus Bremen Nord verlesen.

Ebenfalls am Sonntag, den 25. Januar wird um 10.30 Uhr in der Immanuel-Kapelle (Elisabethstr. 20) in einem Gottesdienst der Opfer des Nationalsozialismus gedacht.

Christlich-jüdische Passionen von Barock bis Flamenco erklingen am Sonntag, den 25. Januar um 19.30 Uhr in der Kulturkirche St. Stephani (Stephanikirchhof 8).
 In St. Martini Lesum (Hindenburgstr. 30) findet am Dienstag, den 27. Januar um 18 Uhr ein Gottesdienst „Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus“ statt. 

Im Rahmen der neuen, offenen Diskussionsreihe „Glaube und Gesellschaft“, die zukünftig monatlich im Gemeindezentrum Zion (Kornstr. 31) stattfindet, geht es am Dienstag, den 27. Januar um 19.30 Uhr um den Umgang mit dem zunehmendem Antisemitismus.

Auf Bremen Zwei sind in der kommenden Woche morgens um kurz vor sechs Morgenandachten von Landesjugendpastorin Ragna Miller zu hören, die jeden Tag das Schicksal eines Auschwitz-Überlebenden in den Mittelpunkt ihrer Gedanken stellt. 

Die Landeszentrale für politische Bildung hat ein Gesamtprogramm aller Bremer Veranstaltungen zum Auschwitz-Gedenktag zusammengestellt.