Montag, 23. August 2021

Kirche im Zeichen des Regenbogens

Am 27. und 28. August wird in Bremen der Christopher Street Day gefeiert, pandemiebedingt in diesem Jahr an zwei Tagen. Auch Gemeinden und Einrichtungen der Bremischen Evangelischen Kirche beteiligen sich daran.

Aus Anlass des diesjährigen Christopher Street Day gibt es einen Ökumenischen Gottesdienst. Katholische und evangelische Christinnen und Christen gestalten ihn gemeinsam am Samstag, den 28. August um 11 Uhr in der Innenstadt-Kirche Unser Lieben Frauen. Verschiedene Gemeinden und Einrichtungen der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK) und des Katholischen Gemeindeverbandes Bremen wollen mit diesem Gottesdienst und der anschließenden Teilnahme an der Christopher Street Day Demo ein Zeichen für Vielfalt, Fairness und Toleranz setzen.

Mit der Regenbogenflagge bekräftigen sie ihre christliche Überzeugung: Jeder Mensch ist ein Geschenk Gottes, ungeachtet des kulturellen Backgrounds, der Lebensform oder der Identität. "Gott hat keine Vorurteile, für ihn sind alle Menschen liebenswert, ganz gleich welche Stärken oder Schwächen oder welche sexuelle Orientierung sie haben", betont auch Edda Bosse, Präsidentin der Bremischen Evangelischen Kirche. "Das Engagement auf dem CSD ist ein Appell für mehr Toleranz und Offenheit und eine friedlichere Gesellschaft".

Die Bremische Evangelische Kirche verurteilt menschenverachtende, homo- und transphobe Haltungen und ist solidarisch mit allen Menschen, unabhängig von ihrer sexuellen Identität. "Der Kirchenausschuss der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK) hat sich bereits sehr früh – Ende des 20. Jh. - im Sinne der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gegen Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften gewandt", so Bosse weiter. Inzwischen gebe es in der BEK die Trauung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, queere Familien im Pfarrhaus sowie eine Akzeptanz der Vielfalt der  Lebensformen.