Freitag, 26. Juni 2026

Kirchenpräsident Kuschnerus würdigt scheidenden Friedehorst-Vorsteher Meyer

Anlässlich des Ruhestandes von Friedehorst-Vorsteher Manfred Meyer hat Kirchenpräsident Dr. Bernd Kuschnerus bei der heutigen Entpflichtung Meyers dessen Verdienste um die Bremer Diakonie gewürdigt.

Meyer stelle Kirche und Diakonie einander nicht gegenüber: “Sondern du sagst, Diakonie ist Kirche, weil sie das Evangelium bezeugt”, so der Kirchenpräsident in seiner Predigt anlässlich der Entpflichtung. Kuschnerus blickte auf die Stationen in Meyers Berufsleben zurück. Von der Jugendarbeit in der Evangelisch-reformierten Kirche über seine Tätigkeit als Präses im Synodalverband der Grafschaft Bentheim führte sein Weg schließlich in die Diakonie. Von 2009 bis 2010 war Meyer Geschäftsführer des Diakonischen Werkes der Grafschaft Bentheim mit einer ganzen Reihe von Einrichtungen wie Beratungsstellen, einem Wohnheim, einer Tagesstätte sowie ambulant betreutem Wohnen für psychisch kranke Menschen. Von 2005 bis 2007 absolvierte der spätere Friedehorst-Vorsteher zudem einen postgradualen Masterstudiengang Diakoniemanagement in der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel im Kompetenzzentrum Diakoniewissenschaft. 

Seit 2013 wirkte Manfred Meyer in Bremen. Zunächst war er als Landesdiakoniepfarrer theologischer Vorstand des Diakonischen Werks Bremen (DW). Hier triebt Meyer die Entwicklung zu einem modernen Sozialverband voran. “Du hast dich entschlossen und erfolgreich dem zunehmenden Kostendruck auf die Mitgliedseinrichtungen des DW gewidmet sowie der schwierigen Gewinnung und Ausbildung von Fachkräften, insbesondere im Pflegebereich”, hob Bernd Kuschnerus hervor. Die Schärfung des evangelischen Profils und die die Kooperation und Vernetzung von Gemeinden und diakonischen Arbeitsfeldern seien Manfred Meyer bereits als Landesdiakoniepfarrer wichtige Anliegen gewesen. “Und natürlich steht für dich das Thema der sozialen Gerechtigkeit besonders im Fokus, konkret etwa die Themen Armut und Wohnungslosigkeit.” Der Kirchenpräsident hob in seiner Würdigung hervor:

Du denkst Diversität und christliche Identität theologisch zusammen. 

 

Meyer habe stets zugepackt, wenn es um neue Herausforderungen ging und die Diakonie mit ihren Angeboten ins Spiel gebracht, ob es um weitere Demenzwohngruppen, oder Migrationsberatung für Erwachsene, Klimaschutzfragen und die Diversität in Kirche und Diakonie ging.

Zum 1. März 2021 kam zusätzlich die Aufgabe hinzu, die Stiftung Friedehorst mit ihren vielfältigen Arbeitsfeldern zu leiten. Über ein Jahr führte Manfred Meyer zusätzlich das Diakonische Werk, ehe eine Nachfolgerin gefunden war. Meyer sei in herausfordernden Zeiten in die Verantwortung gegangen, um Friedehorst in eine gute und stabile Zukunft zu führen. “Dass du dich dieser Aufgabe gestellt hast, muss man dir hoch anrechnen.”

Im Namen des Kirchenausschusses danke ich Manfred Meyer für seine langjährige, verdienstvolle, engagierte und öffentliche sichtbare Tätigkeit in der Bremischen Evangelischen Kirche sowohl als Landesdiakoniepfarrer als auch als Vorsteher in Friedehorst.

 

Vieles sei in seinen über fünf Jahren an der Spitze der größten Mitgliedseinrichtung der Bremer Diakonie gelungen. Meyer habe stets um die wirtschaftlichen Notwendigkeiten eines diakonischen Unternehmens gewusst, aber stets auch im Blick gehabt, wie viel daran für die in Friedehorst lebenden und arbeitenden Menschen hängt.

Diakonie ist für dich noch einmal etwas anderes als ein Unternehmen. Du hast gesagt, wir haben einen anderen Grund: Unserer Grundlage in Diakonie und Kirche ist Jesus Christus. Das du auf diesem guten Grund deinen Dienst versehen hast, können wir dir anmerken. Und dafür sind wir dankbar!