Highlights von Bach bis Cohen

Musik

Musik liegt in der DNA der evangelischen Kirche. Kein Fest ohne sie - von Barock bis Pop, von Schlagzeug bis Orgel, von Solist bis Oratorium. Musik ist eine Form der Verkündigung, oft als gemeinsames Singen, das verbindet. Zum Jubiläum gibt es neue Kompositionen zu hören und viel Vertrautes von Joachim Neander bis zu Johann Sebastian Bach.

Schon im Vorfeld des Reformationstages gibt es vom 7. bis 9. Oktober das große Musikfestival Soweit der Himmel gehet. U.a. musizieren die Projekt-Kantorei Bremen-Nord, die Band „Cookies at six“, Solisten sowie Bläser des Evangelischen Posaunenwerks Bremen.

Am Vorabend des Reformationsfestes wird in der Kirche St. Ansgarii um 17 Uhr das Zütphen-Oratorium von Keno Hankel uraufgeführt. Es beleuchtet schlaglichtartig das Leben und Denken des Bremer Reformators, die einzelnen Stationen seines Lebens, die erste evangelische Predigt in Bremen und seinen gewaltsamen Tod in Dithmarschen. Es musizieren die Kantorei St. Ansgarii, das Norddeutsche Barock-Collegium und zahlreiche Solisten.

Aus Anlass des Bremer Reformationsjubliäums soll das Werk des großen Liederdichters Joachim Neander  (1650-1680) mit einem CD-Projekt gewürdigt werden. Am Samstag, den 29. Oktober um 19 Uhr präsentieren Clemens Löschmann, Tenor, und Susanne Peuker an der Theorbe (Lauteninstrument) im St. Petri DomVertonungen von Liedern des St. Martinipastors. Zu seinen bekanntesten Werken gehört der Choral "Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren". Auch komponierte er Melodien für Texte anderer Dichter. Ferner wird es am Reformationstag  um 17 Uhr ein Konzert in der Kirche St. Nikolai in Mahndorf geben und um 19 Uhr in der Melanchthonkirche. Auf dem Programm stehen die geistlichen Gesänge Neanders.

Am Dienstag, den 8. November ab 18.30 Uhr gibt es Reformationstöne von evangelischen Studierenden unter dem Motto Nun stehe ich hier und singe ganz anders! Der Chor der Evangelischen Studierendengemeinde singt Lieder, die die Kirche in allen Zeiten aufgerüttelt und reformiert haben. Anschließend get together bei Wasser, Wein und Brezeln.

Am Freitag, den 14. Oktober und Samstag, den 5. November jeweils um 20 Uhr gibt es in der künstlerisch ausgeleuchteten Friedenskirche die musikalische Lesung Aphrodite und Irmgard mit der Autorin Anna Jäger. Sie
erzählt von ihrer Kindheit in Griechenland, ihrer Verbundenheit mit der griechisch-orthodoxen Kirche und ihren Erfahrungen mit der evangelischen Kirche in Deutschland.

Am Freitag, den 4. November um 19 Uhr heißt es in der Kirche St. Johann in OberneulandHalleluja, Leonard Cohen". Bis ins hohe Alter stand der 2016 verstorbene Poet und Liedermacher Leonard Cohen auf der Bühne, schrieb und sang Gedichte und Lieder, die unzählige Menschen bis heute berühren. Mit tiefem Respekt lobte er Gott. In vielen seiner Lieder griff Leonard Cohen Geschichten und Personen der Bibel auf, u.a. in seinem Welthit „Halleluja“. Der Theologe und Publizist Uwe Birnstein gibt Einblicke in den jüdisch-mystischen Glauben Cohens. Er geht der Frage nach, warum das Lied „Halleluja“ so viele Menschen berührt. Das „Uwe Birnsteins Acoustic Cohen Project“ präsentiert  Lieder von Leonard Cohen.