Lebensereignis Trauerfeier

Hilfe am Lebensende

Am Ende des Lebensweges ...

Die wenigsten Menschen sterben plötzlich über Nacht oder durch einen Unfall. Für viele ist das Sterben mit Zeiten schwindender Lebenskraft, Krankheit oder Pflegebedürftigkeit verbunden. Und die Fortschritte moderner Medizin verlängern das Leben wie das Sterben. Der Sterbende / die Sterbende wird sich bei langer Krankheit auf den Abschied vorbereiten, ebenso wie Angehörige und Freunde. Die Umstände hierfür können sehr unterschiedlich sein, je nachdem ob ein Mensch im Krankenhaus liegt oder zuhause stirbt, ob er ansprechbar, verwirrt oder bewusstlos ist. Die Zeit kann knapp werden. Oder sie zieht sich quälend lange dahin.

Auf die Bedürfnisse eines sterbenden Menschen achten
Das Sterben verläuft so unterschiedlich wie das Leben eines Menschen. Für manche ist es ein Kampf. Sie wollen das Leben nicht loslassen. Andere können ruhig und versöhnt ihren Lebensweg beenden. Manche sterben erst, wenn die Angehörigen sich noch einmal bei ihm versammelt haben, andere erst, wenn sie einige Zeit alleine sein können und die Angehörigen das Zimmer verlassen haben. Darum achten sie auf die - sich möglicherweise auch ändernden – Bedürfnisse und stellen sich auf den Rhythmus des Sterbenden ein. Achten sie auf Signale, wann er ihre Nähe oder Ruhe wünscht. Sie können je nach seinen Kräften bei einem Besuch Pausen zur Erholung einlegen, einen Besuch abkürzen oder dafür sorgen, dass er öfter kurz besucht wird. Sprechen sie Besuche mit anderen Angehörigen und Freunden ab, auch, um sich selbst zu entlasten. Sorgen sie nach ihren Möglichkeiten dafür, dass er von den Menschen besucht wird, die er noch einmal zu sehen wünscht.

Für Begleitung sorgen
Versuchen sie herauszufinden, ob es für den Sterbenden / die Sterbende besser wäre, begleitet zu sein.Wem die Angst genommen wird, alleine sterben zu müssen, kannvielleicht entspannter auf das Sterben zugehen, selbst wenn er im Moment des Todes allein sein sollte.
Sterbende wie Angehörige können bei Seelsorgerinnen und Seelsorgern Begleitung finden. Sie finden Seelsorge bei den Pastorinnen und Pastoren in Ihrer Kirchengemeinde, im Krankenhaus, im Altenpflegeheim und in der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung. DieSeelsorgerinnen und Seelsorger machen sich mit Ihnen auf den Weg. Sie sind da, haben Zeit, hören zu und halten aus. Die Seelsorge macht spirituelle Angebote wie Gebet und Meditation, wenn Sie es wünschen.

Lassen sie einen sterbenden Menschen weiter am Leben teilhaben. Geben sie ihm Gelegenheiten, über das zu sprechen, was ihm wichtig ist. Erzählen sie ihm auch von den alltäglichen Dingen, lesen sie ihm Briefe vor oder zeigen sie ihm aktuelle Fotos oder Videos. So kann er ein Stück am Leben der Angehörigen und Freunde teilnehmen.
Sprechen sie in seiner Gegenwart mit anderen (Angehörigen, Ärzten, Pflegepersonal) immer mit dem Sterbenden, nicht über ihn, selbst wenn er passiv oder teilnahmslos erscheint. Besprechen sie gemeinsam alle ärztlichen Maßnahmen der Behandlung, Pflege oder Schmerztherapie. Diagnosen und Prognosen wird ein Arzt je nach Situation eventuell nicht am Krankenbett und nur mit ihnen allein erörtern.