Mit Kindern das Leben entdecken

Erzieher*in


Du interessierst dich für den Beruf als Erzieher*in?

Dann finde heraus was du mitbringen solltest, wie deine Tätigkeiten aussehen und welche Ausbildungswege es gibt. Außerdem beschreiben einige unsere Erzieher*innen weshalb sie diesen Beruf gewählt haben.

Du hast Fragen? Dann kontaktiere uns einfach.

Wenn du Interesse an einer Ausbildung oder Umschulung zur Erzieherin/zum Erzieher hast, dann wende dich am besten erst einmal an den Landesverband Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder in Bremen.

Egal, ob du dich generell über das Arbeitsfeld in der Kita informieren möchtest, vorab oder im Rahmen der Ausbildung ein Praktikum machen möchtest, einen Quereinstieg planst oder ganz andere Fragen hast, bei den Assistenzen der Bezirkskoordination findest Du Ansprechpartner*innen:

Assistenz Bezirkskoordination (Nord & Süd)
Anja Klenner
Telefon: 0421 34616-39
E-Mail: anja.klenner[at]kirche-bremen.de

Assistenz Bezirkskoordination (Mitte, Ost & West)
Heike Lüders 
Telefon: 0421 34616–26
E-Mail: hlueders[at]kirche-bremen.de


Das solltest du mitbringen

  • Freude im Umgang mit Kindern, Gruppen und Familien
  • Lust auf Teamarbeit
  • Einfühlungsvermögen
  • Fähigkeit, Grenzen zu ziehen
  • Kreativität
  • Spontaneität
  • Organisationstalent
  • Wertschätzende Grundhaltung Kindern gegenüber
  • Fähigkeit, das eigene Handeln zu reflektieren
  • Interesse an religiösen Themen
  • Identifikation mit christlichen Werten

Das ist der Beruf

Als Erzieher*in förderst du Kinder in ihrer individuellen Entwicklung. Das passiert in der Regel im Gruppenrahmen. Grundlage bilden dabei im Bildungsplan festgelegte Themen und Bereiche, die für alle Kitas in Bremen gelten. Hinsichtlich dieser und anderer Schwerpunkte förderst du die Kinder und kannst auch deine eigenen Stärken und Vorlieben gern einbringen.


So wirst du Erzieher*in

Erzieher*in ist zwar der gängige Begriff. Offiziell – also in allen Stellenbeschreibungen und Ausbildungsbezeichnungen – heißt es aber mittlerweile „sozialpädagogische Fachkraft“. Die fachliche Qualifikation rückt damit stärker in den Vordergrund. Wir nutzen der Verständlichkeit halber hier den Begriff „Erzieher*in“.

Die Ausbildung als Erzieher*in ist in drei unterschiedlichen Varianten möglich. Welcher Weg für dich der beste ist, hängt von deiner Vorbildung, deinen zeitlichen Ressourcen und deiner finanziellen Situation ab.


Deshalb bin ich Erzieher*in

Lisa Becker - Erzieherin in der Kita Heinrich-von-Zütphen-Haus

„Die Vielfalt der Kinder hat mich überzeugt“

Ich bin mit 15 Jahren auf die Fachoberschule für Gesundheit und Soziales gegangen, um mein Fachabitur zu machen. Hier lernt man nicht nur in der Schule, sondern auch durch ein einjähriges Praktikum. Das habe ich in einem Kindergarten absolviert.

Die Zeit dort war sehr intensiv. Weil meine Kollegin länger erkrankt war und es so schnell keine Ersatzkraft gab, habe ich ziemlich viele Aufgaben übernommen. Deshalb wusste ich schon vor der Ausbildung, dass Erzieherin sein viel mehr ist, als nur Kinder zu betreuen – zum Beispiel die inhaltliche Planung nach dem Rahmenbildungsplan, die intensive Teamarbeit in der Gruppe und mit dem Gesamtteam, die vielen organisatorischen Aufgaben und vor allem auch die Zusammenarbeit mit den Eltern.

Diese Mischung hat mir zumindest so viel Spaß gemacht, dass ich die Ausbildung angefangen habe. Ob es aber das ist, was ich mein Leben lang machen will, war mir damals noch nicht klar.

Im Anerkennungsjahr habe ich dann das erste Mal Kinder mit Förderbedarf begleitet. Das hat noch mal eine ganz andere und für mich hoch spannende Dimension reingebracht. Trotzdem wollte ich es noch mal wissen und habe angefangen, Soziale Arbeit zu studieren. Nach zwei Semestern fehlte mir die praktische Arbeit im Kindergarten zu sehr und ich habe eine Stelle als Erzieherin gesucht und gefunden – natürlich in einer Schwerpunkteinrichtung.

Sina Schmoi - Erzieherin in der Kita Heinrich-von-Zütphen-Haus

„Bestes Zeichen: Wenn man sich auf Montag freut“

Nach der Schule hatte ich ehrlich gesagt keine Idee, was ich beruflich machen wollte. Deshalb habe ich erst mal ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Krippe gemacht, habe also mit Kindern von 0 bis 3 gearbeitet. Es war ein Elternverein mit nur einer Gruppe. Da habe ich viel mitbekommen und konnte mich ausprobieren: Zum Beispiel habe ich Entwicklungsgespräche mit Eltern geführt, Gruppentage geplant und durchgeführt oder Turnstunden gestaltet. Dass der Beruf etwas für mich ist, habe ich daran gemerkt, dass ich mich Sonntagabend schon auf Montag gefreut habe.

Also habe ich die Ausbildung zur Erzieherin begonnen. Da ich den erweiterten Realschul-Abschluss hatte, habe ich begleitend zur Ausbildung mein Fachabi gemacht. Dafür musste man drei Fächer extra belegen: Mathe, Englisch und eine Naturwissenschaft.

Mein Anerkennungsjahr habe ich dann schon in der Einrichtung gemacht, in der ich jetzt arbeite. Hier war ich schnell vollwertiges Teammitglied und habe auch an pädagogischen Konzepten mitgearbeitet. Zwar bin ich danach noch ein Jahr als Au Pair in die USA gegangen, weil ich gern noch mal ins Ausland wollte, aber mir war klar, dass ich weiter im Kindergarten arbeiten will. Die Begegnung mit den Kindern ist nämlich wirklich etwas Besonderes: Wenn zum Beispiel aus einer kleinen Beobachtung ein riesiges Experiment wird und die Kinder voll bei der Sache sind – das ist unvergleichlich…

Marie Bertacci - Erzieherin in Bremen-Lüssum

3 Fragen 3 Antworten

Der Grund dafür, dass du Erzieherin geworden bist?

Ich bin ein offener und kontaktfreudiger Mensch. Deshalb stand schon früh fest, dass ich mit Menschen arbeiten will. Zuerst habe ich mit dem Gedanken gespielt, Soziale Arbeit zu studieren. Die Ausbildung zur Erzieherin habe ich ehrlich gesagt begonnen, um bessere Chancen auf einen Studienplatz zu haben. Ausüben wollte ich den Beruf damals noch nicht. Die Arbeit mit den Kindern und im Kita-Team hat mir aber so viel Spaß gemacht, dass ich im Anerkennungsjahr beschlossen habe, in der Kita zu bleiben.

Das, was du an deinem Alltag besonders toll findest?

Jeder Tag ist spannend: Man plant zwar etwas, aber die Kinder machen daraus meist was ganz anderes. Es wird wirklich nie langweilig. Klar, die Arbeit ist auch anstrengend, aber die Freude der Kinder ist eine tolle Entschädigung. Und man entwickelt sich selbst weiter: Es gibt immer wieder neue Situationen und Anforderungen – da muss man sich stets reflektieren und hinterfragen.

Das, was du von Eltern oder Kindern öfters mal als Lob bekommst?

Die Eltern sind froh, dass sie ihr Kind mit gutem Gefühl abgeben können. Wir hören öfters, dass das an unserer Fachlichkeit und Zuverlässigkeit, mit der wir die Kinder betreuen, liegt. Die Kinder selbst sind natürlich für interessante Spiele und Projekte dankbar. Für sie ist aber auch – das merke ich jeden Tag – eine zugewandte Eindeutigkeit wichtig. Und natürlich, dass man sich Zeit für sie nimmt.