Einblick - Aktuelles aus dem Landesverband

Auf zu neuen Wegen …

Nach 10 Jahren verabschiedeten wir Ende 2020 unseren Infobrief aus dem Landesverband. Das Versprechen: Wir sehen uns wieder!

Hier sind wir nun mit unserem Einblick.  Die Bauarbeiten sind in vollem Gange. Sie können dabei sein, wie ein neues Format entsteht.  Mit dieser 0-Nummer gibt es erste Neuigkeiten aus dem Landesverband im neuen Gewand. Mehrmals im Jahr gibt es jetzt Post aus dem Landesverband:  Für Interessierte, für derzeitige, ehemalige und zukünftige Mitarbeitende, für Fachkolleginnen und -kollegen - und für Sie! Haben Sie teil an allem, was wichtig ist rund um die Kindertagesbetreuung und Frühförderung in der Bremischen Evangelischen Kirche.  Lassen Sie sich überraschen und bleiben Sie uns treu. Wir freuen uns auf Sie als Stammpublikum und auf Sie als neue Leserinnen und Leser.

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PiA läuft weiter: Jetzt!

Gut, zu wissen …

Bereits seit 2018 werden in Bremen sozialpädagogische Fachkräfte, also Erzieherinnen und Erzieher, in einer praxisintegrierten Ausbildung qualifiziert. Das bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler nicht, wie in der „klassischen“ Ausbildung, erst 2 Jahre eine Fachschule besuchen und im Anschluss daran ein Anerkennungsjahr in einer Kita absolvieren. In der dreijährigen praxisintegrierten Ausbildung sind die schulischen Lernzeiten und die Lernzeiten in der Praxis von Anfang an eng miteinander verzahnt. In kleinen Blöcken von mehreren Tagen wechseln sich Schul- und Praxiszeiten ab. Das hat den Vorteil, dass theoretische Inhalte, die in der Schule vermittelt werden, direkt in der Kita erprobt und umgesetzt werden können. Auf der anderen Seite können Fragen und Erfahrungen aus der Praxis direkt wieder in den Unterricht eingebracht und dort weiter bearbeitet werden. Am Ende der Ausbildung erfolgt, nach der mündlichen, schriftlichen und Projektprüfung, die staatliche Anerkennung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher.

 

Was bei uns sonst noch möglich ist

Wie kann ich mich bewerben?

Wenn Sie sich beim ibs (Institut für Berufs- und Sozialpädagogik) beworben und von dort eine schulische Zusage erhalten haben, können Sie sich beim Landesverband Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder bewerben. Ihre Ansprechpartnerin ist Frau Anja Klenner.
Schicken Sie Ihre Bewerbungen bitte per Mail an: anja.klenner@kirche-bremen.de
Bewerbungsschluss ist der 18. Juni 2021.

 

 

Kontakt für Bewerbungen & Rückfragen

Wenn die Frühförderung blau macht

Es ist warm, die Sonne scheint und die Vögel zwitschern. Wie schön! Ich hocke mich zu Janni auf die Erde. Der 3-jährige strahlt mich an und deutet auf seine Ohren. Er hat kurz vor dem ersten Lockdown Paukenröhrchen bekommen und beginnt die Umwelt zu hören.
„Da! Ogel!“
„Richtig, Janni, da ist ein Vogel!“, nicke ich zustimmend.
Die Mutter hat sich dazu entschieden, Janni nicht in den Kindergarten zu bringen. Darum findet die Frühförderung im Garten der Familie statt. Hier lässt es sich gemeinsam wunderbar und spielerisch am Wortschatz und an der auditiven Wahrnehmung arbeiten. Jannis Mutter hat uns sogar einen Tisch und zwei Stühle unter einen Sonnenschirm gestellt, wo wir uns nach der Erkundungstour im Garten hinsetzen und aufmalen, was wir gefunden haben. Janni malt eifrig den Vogel, den er gehört und gesehen hat. Ich male einen Baum und ein paar Blumen. Janni guckt sich im Garten um und versucht die Schaukel mit dem Klettergerüst zu malen. „Möchten Sie auch einen Kaffee?“, ruft Jannis Mutter aus dem Fenster. Dankend verneine ich, da ich Kaffee nicht gut vertrage. Am Ende der Einheit setzt sich Jannis Mutter zu uns und wir unterhalten uns noch kurz über die Förderung. Das wäre so im Kindergarten nicht möglich und es ist schön, direkt mit den Eltern in den Kontakt zu kommen. Außerdem bekomme ich die Chance auch Jannis Vater kennen zu lernen. Er arbeitet im Schichtdienst, weshalb er Janni nicht in den Kindergarten bringen oder ihn von dort abholen kann.
Wichtig bei der Förderung Draußen ist, dass man wetterangemessen gekleidet ist. Förderung bei 30 Grad im Schatten draußen kann auch anstrengend sein, besonders, wenn man seinen Sonnenhut vergessen hat...
So sehr wir alle unter den Corona-Maßnahmen leiden, gibt es trotzdem den einen oder anderen Lichtblick durch intensive Gespräche unter dem Sonnenschirm oder unter dem dichten Blätterdach einiger Bäume im Gemeindegarten.

Die Kooperationsgespräche in der Frühlingssonne haben auch einen besonderen Charme. Wenn man mit lieben Kolleginnen und einem Becher Tee oder Kaffee draußen sitzt, möchten sich schon fast Urlaubsgefühle einstellen. Es ist viel besser, als zu Hause allein vor dem Laptop zu sitzen und die anderen nur über die Webcam zu sehen. Außerdem lässt es sich besser arbeiten, wenn einem eine frische Brise um die Nase weht. Selbst als es plötzlich Schnee gab, habe ich die Förderung teilweise Draußen gemacht. Es ist zwar kalt, aber man kann sich entsprechend anziehen und für die Kinder, die noch nie in ihrem Leben einen Schneeengel gemacht haben, war es eine völlig neue Erfahrung.

InRa also und was der Klotz davon hält

Am Anfang eine gute Idee, diese neue Integrierte Regelausbildung für Erzieherinnen und Erzieher:  „Fachtheoretische Inhalte im Schulunterricht und praktische Anteile in der Kita als Ausbildungsort sollten enger verzahnt werden“. Das haben Sie sich vorgenommen.  Gefühlt kein Bruch nach zwei Jahren Fachschule und Anerkennungsjahr in der Kita. Lieber durchgängig drei Jahre „Theorie und Praxis verzahnt“, wie sie sagen. Bravo, das macht Sinn!

Und jetzt?

Ab Sommer startet InRa und mit den Kita-Trägern hat man nicht mal ein Konzept beraten.
Warum? Um auf die Schnelle noch Gelder vom Bund für ein Ausbildungsgeld à la BAföG abzugreifen. Denn nach 2022 gibt’s das wohl nicht mehr. Aha.  
Großer Applaus von allen Seiten. Von mir nicht!

Na klar: Ich bin für die Ausbildung mit Bezahlung! Aber so’n BAföG-Dings?
Die Leute in den Kita’s haben es verdient. Und wir brauchen mehr davon, die Lust drauf haben!

Die Idee der Integrierten Regelausbildung ist super! Aber wenn dann mit Sinn und Verstand. Mit Konzept!

InRa – es gibt ein Ausbildungsgeld. Ansonsten bleibt alles beim Alten.
Schade, echt ne  verpasste Chance!

Mit Kindern das Leben entdecken

Erziehen und bilden als Beruf

Im Mittelpunkt stehen die Kinder, das ist klar und das macht den Beruf auch aus. Der Spaß daran, sich mit Kindern auf den Weg zu machen, die Welt zu entdecken und sich zu öffnen für ihren Blick auf die Dinge ist die größte Energiequelle. Mehr über die Arbeit von Erzieherinnen und Erziehern erfahren.  

Karriere in der Kita?

Das ist nun nicht das Erste, was mit der Tätigkeit in der Kita verbunden wird. Aber die Berufsbiographien vieler unserer Mitarbeitenden zeigen, dass es mehr Möglichkeiten gibt. Beispielhaft dafür steht das neu aufgestellte ImageTeam, welches in den Startlöchern steht und in Fachschulen, auf Berufsmessen und im social media darüber informiert. Dazu bald mehr!

Doch was ist das Mehr in evangelischen Kitas?

Jede Kita ist eingebunden in eine gewachsene Struktur von Gemeinde und Stadtteil. Die Kitas mit ihrer Umgebung, ihren Gebäuden und ihrer Größe sind reichhaltig, vom modernen Gebäude bis zur alten Ritterburg ist bei uns alles vorhanden. Die Familien finden nicht nur das Angebot in der Kita, sondern auch die vielfältigen Angebote in der Gemeinde. Auch als Arbeitgeber ist die BEK ausgezeichnet mit dem Siegel „Ausgezeichnet Familenfreundlich“.

Deine Chance!

 

Raum für Ideen

Forscher Kids

ForscherKids – das bedeutet: Sehen – verstehen – selber machen!

Hier gibt es Videoclips für Kinder und Jugendliche mit Forschergeist. Alle zwei Wochen wird ein neues Thema behandelt:  Akustik, Optik, Dichte, Mechanik oder Elektrik ...  Alles wird erklärt und im Alltagsleben aufgespürt. Danach gibt es jeweils Rezepte zum Nachmachen und Ausprobieren.
Fachliche Unterstützung bekommt die familienbande dabei vom renommierten Physik-Professor Ilja Rückmann. Bereits an der Uni Bremen hat er Kindern und Jugendlichen spannende Wissenschaft vermittelt. 
Wir freuen uns sehr, dass wir dieses Medienprojekt für die Familien im Stadtteil, in der Gemeinde und weit darüber hinaus anbieten können. Im ersten Schritt für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren aufwärts und nun auch für die kleinen Forschenden zwischen 3-9 Jahren.

Sehen Sie hier, wie alles begann ...